Vertreibung aus dem Paradies

oder Sonntag der Vergebung

Die auf diesen Sonntag folgende Woche heißt „Butterwoche“. Am „Sonntag der“ Vertreibung des Adam“ auch „Sonntag des Verzeihens“ oder „Sonntag des Käseverzichtes“ genannt, wird aus dem Evangelium die Stelle über die Verzeihung der Sünden und über das Fasten gelesen. Die Vertreibung Adams aus dem Paradies wird in vielen gottesdienstlichen Texten in Erinnerung gerufen. Am Abend versammeln sich alle in der Kirche

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zum Ritus des Verzeihens. Diese Vesper wird bereits als Fastengottesdienst gehalten, das liturgische Gewand ist schwarz, es werden Kniefalle gemacht und Bußlieder gesungen. Am Ende des Gottesdienstes wird über das Verzeihen der Sunden und Kränkungen und über das Fasten gepredigt und ein Segensgebet für die Große Fastenzeit gelesen. Die Geistlichen, vom Vorsteher beginnend, bitten die Gläubigen und einander um Verzeihung. Danach gehen alle der Reihe nach zu den Priestern, verbeugen sich, bitten um Verzeihung und verzeihen ihrerseits alle Sunden und Kränkungen. Dabei küssen sie das Kreuz und das Evangelium, als Zeichen der Ehrlichkeit ihrer Worte. Genauso bitten auch die Gläubigen einander um Verzeihung. Dieses gegenseitige Verzeihen der Kränkungen ist eine unumgängliche Bedingung für die Reinigung des Herzens und ein erfolgreiches Fasten.

(orthodoxes Glaubensbuch)


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