Der Einzug Jesus nach Jerusalem

oder PalmsonntagErzbischof Lukaist ein beweglicher Festtag aus den Zwölf Großen-Kirchenfesten, welcher eine Woche vor Auferstehung Christi gefeiert wird.
An diesem Tag erinnern wir uns, wie die Juden, die zum Paschafest nach Jerusalem gekommen waren, Jesus als Messias, als Propheten und großen Wundertäter begrüßten; sie wussten nämlich, dass Er kurz zuvor Lazarus von den Toten auferweckt hatte, obwohl dieser schon vier Tage im Grab gelegen war. Erwachsene und Kinder sangen Ihm „Hosanna!“, legten ihre Kleider unter die Füße des Esels, auf dem Er ritt, und empfingen Ihn mit grünen Zweigen und Blumen. Diese Zeichen der Aufmerksamkeit entsprachen der wahren Bedeutung der Mission Jesu und Seiner göttlichen Würde. Er kam nach Jerusalem, in die heilige Stadt, wo sich der Tempel des Herrn befand, den Jesus selbst als Haus Seines Vaters bezeichnete; Er kam als König, als Herr, als Sohn Gottes. Gleichzeitig aber kam Er in die Stadt, um zu leiden, was Ihm bewusst war. Es begrüßte Ihn das Volk, das Ihn einige Tage später dem Gericht, der Geißelung und Kreuzigung überantwortete, das Volk, das Ihn einige Tage später verspottete und sich über Seine Erniedrigung freute. Er kam in die Stadt, um für die Erlösung der Menschen der ganzen Welt zu leiden, in die Stadt, über die Er wenig später sagen wird, dass sie der Zerstörung anheimfalle, da sie ihre Bestimmung nicht erkannt habe.
Das Fest des Einzugs des Herrn in Jerusalem leitet in die Karwoche über, auf ihm liegt bereits das Siegel der bevorstehenden Leidenstage. Trotzdem ist es ein großer Tag der Verherrlichung des himmlischen Königs, der Verherrlichung der göttlichen Natur Jesu Christi. Dabei wird auch der Auferweckung des Lazarus von den Toten gedacht. Beide Festtage sind miteinander verbunden, denn wir sehen in Lazarus nicht nur das Vorbild der Auferstehung Christi, sondern auch unserer Auferstehung. Davon wird auch im Troparion des Festes gesungen. Dieses Vorbild schenkt uns große Hoffnung, und deshalb ist das Fest des Einzugs des Herrn in Jerusalem auch ein Freudentag, ungeachtet der bevorstehenden Karwoche.
Die Ereignisse, an die dieses Fest erinnert, sind bei allen vier Evangelisten genau beschrieben(aus Evangelium von Jochanes und mehr über das Fasten am Karwoche lesen Sie hier…).
Die liturgische Kleidung an diesem Fest ist gold-grün als Symbol für die Zweige, mit denen Christus begrüßt wurde.
Der Troparion des Festes verbindet die zwei Ereignisse:“Die Auferwekung des Lasarus und die Einzug Jesu nach Jerusalem“.
Troparion, 1. Ton:
Schon vor Deinem Leiden die allgemeine Auferstehung bezeugend, hast Du Lazarus von den Toten auferweckt, Christus, Gott! Deshalb rufen auch wir, wie die Kinder die Sinnbilder des Sieges tragend, Dir, dem Sieger über den Tod, zu: Hosanna in der Höhe, gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Kondakion, 6. Ton:
Aufdem Throne im Himmel, aufdem Eseljohlen aufder Erde, hast Du, Christus, 0 Gott, das Loblied der Engel und den Gesang der Kinder aufgenommen, die Dir zuriefen: Gesegnet, der Du kommst, Adam aus der Unterwelt zu befreien!


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