Thomas Sonntag

Sonntag des Anti-Pascha

Der Hl.Thomas, der vor seiner Ernennung zum Apostel Fischer in Galiläa war, wird in den vier Apostelverzeichnissen des Neuen Testaments erwähnt. Die berühmteste Geschichte ist die vom »ungläubigen Thomas«. Sie beruht auf folgender Begebenheit: Als Jesus am Abend des Auferstehungstages den Jüngern erschien, fehlte Thomas. Als dem Apostel überbracht wurde, dass Christus auferstanden sei, glaubte er dies nicht und verlangte als Beweis, die Wundmale Jesu sehen und berühren zu dürfen. Einige Tage später forderte Jesus bei einer weiteren Erscheinung den ungläubigen Thomas auf, die Wunden zu berühren. Da fiel Thomas auf die Knie und rief:

»Mein Herr und mein Gott! «

Nachdem die Apostel nach Christi Himmelfahrt

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auseinandergegangen waren, wirkte Thomas als Missionar. Er kam bis nach Indien, wo er, so erzählt es eine Legende, mit den Heiligen Drei Königen zusammengetroffen sei, sie getauft und zu Bischöfen ernannt habe. In Indien soll Tomas auch einen König namens Gundaphar bekehrt haben. Münzfunde haben inzwischen erwiesen, dass es in Indien zwischen 20 und 50 nach Christus tatsächlich einen König dieses Namens gegeben hat.

Im Jahre 72 nach Christy Geburt erlitt Thomas sein Martyrium. Während einer Missionsreise wurde er von einem Heiden erstochen. Als Ort des Martertodes wird allgemein Kalamina genannt. Man vermutet, dass es sich um Mailapur, eine Vorstadt der heutigen Großstadt Madras in Indien handelt. Bei Mailapur gibt es bis heute einen sogenannten »Großen Thomasberg«, auf dem im Jahr 1547 eine Kirche zu Ehren des heiligen Thomas errichtet wurde. Auf dem Altar des Gotteshauses steht das steinerne Thomaskreuz, das 1522 von Portugiesen wiedergefunden wurde. Eine alte Inschrift auf diesem aus dem siebten Jahrhundert strammenden Kreuz erzählt von den Predigten und dem Martyrium des Heiligen. Der großte Teil der Thomas-Reliquien wurde bereits im dritten Jahrhundert an einem 3. Juli, deshalb der Gedenktag -nach Edessa, dem heutigen Urfa in der Türkei, überführt. 1m Jahre 1258 kamen die Gebeine auf die griechische Insel Chios und von dort später dann nach Ortona in Mittelitalien.


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