Die Cherubim

…Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden, und die wir der lebensschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasset uns nun alle Sorge dieser Welt ablegen.
Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluja, Alleluja, Alleluja…

Der Cherubim Hymnus ist der wichtigste „Cherubikon“ (d.h. Engelshymnus),welcher in jeder Göttlichen Liturgie des Jahres gesungen wird, mit Ausnahme der Liturgie am Gründonnerstag und Karsamstag. Nach der Evangeliumslesung und der darauffolgenden Ektenie wird er gesungen und erst mit dem „Großen Einzug“ beendet. Der Cherubim Hymnus wurde auf Weisung hl. Kaisers Justinian  ( 565, Gedenken 14.11) der Liturgie des hl. Johannes Chrysostomus beigefügt. Die russisch-orthodoxe Kirche übernahm den  Gesang zusammen mit der Glaubenslehre und dem Gottesdienst  aus dem Byzanz. Der liturgische Gesang besteht aus 8 Tönen und jeder davon wird im Laufe einer Woche im Gottesdienst verwendet. In der Liturgie sind keine Musikinstrumente zulässig, nur menschliche Stimmen. Alle Gesänge vereinigen sich im Gottesdienst zu einer Hymne des Schöpfers.
In den späteren Zeiten, besonders  im 19 Jahrhundert verfasste eine Reihe berühmter Komponisten   so wie Tschaikowski oder Rachmaninow eigene kirchenmusikalische Werke, die auch bis heute in den Kirchen zu hören sind.

Um den byzantinischen Kirchengesang besser kennenzulernen klicken Sie hier

(Das Cherubim Lied nach altbulgarische  Weise. In Bearbeitung von Igumen Siluan (1993). Männerchor des Optinskij Kloster in Sankt-Petersburg.)


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