Die Verklärung des Herrn

Als sich Jesus mit Seinen Jüngern in Cäsarea Philippi befand, nahm Er drei von ihnen -Petrus. Jakobus und Johannes -und stieg mit ihnen auf einen Berg. Danach verließ Er sie und ging etwas höher, um alleine zu beten. Es war Nacht; Jesus liebte es gewöhnlich, nachts zu beten. Während des Gebetes wurde Er verklärt. Es geschah etwas, was sich nicht mit der irdischen, menschlichen Gestalt, des Meisters vereinbaren ließ, aus Ihm erstrahlte Seine göttliche Natur. Als die Jünger vom Schlaf erwachten, sahen sie plötzlich ihren Lehrer Jesus Christus in Herrlichkeit, Sein Gewand war weiß wie Schnee, und Sein Gesicht war verklärt. Er sprach mit zwei Propheten -Mose und Elia. Der erste war schon lange gestorben. aber der zweite hatte den Tod noch nicht erfahren, weil er lebendig in den Himmel aufgenommen worden war. Der erste

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war ein überragender Prophet, dem Gott die ersten Gebote Seines Gesetzes gegeben hatte und der zweite soll, da er seinen irdischen Weg noch nicht vollendet hat, vor der Wiederkehr Christi wiederkehren und den Antichrist entlarven.
Das Gespräch wurde vor den Augen der Jüngern fortgesetzt. Wahrscheinlich nicht sehr lange, aber was mit ihnen geschehen war, war eine gnadenvolle Erleuchtung. Als Mose und Elia sich anschickten, von Christus zu scheiden, sagte Sein eifrigster Jünger Petrus: „Es ist gut, dass wir hier sind“, das heißt – wie gut ist es, diese Gnade zu erfahren. „Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten machen. Dir eine und Mose eine und Elia eine, “ Der Apostel wusste nicht, dass er um etwas Unmögliches bat.
Plötzlich fiel auf sie der Schatten einer ungewöhnlichen Wolke und sie erschraken, als sie diese Wolke bedeckte. “ Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe, Ihn hört „, ertönte eine Stimme. Und als die Jüngern es hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Jesus trat herbei, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! Als sie die Augen öfnetten, sahen sie niemand als ihn, Jesus, allein in Seiner gewohnten Gestalt.
Diese Begebenheit aus dem Evangelium liegt dem Fest zugrunde. Christi Verklärung ist das Fest Seiner göttlichen Herrlichkeit. Der Herr schenkt den Menschen die wahre Gotteserkenntnis, in der Er sich ihnen als Gnadenlicht offenbart, das den Menschen die Erfahrung großer Freude schenkt.
An diesem Festtag sind die Gewänder der Geistlichen und der Schmuck der ganzen Kirche weiß, in Erinnerung an die Farbe des Gewandes des verklärten Erlösers.
Da sich die Verklärung auf dem Berg Tabor ereignete, heißt das Licht, das die Jünger gesehen haben, auch „das Taborlicht“. Es ist das ungeschaffene Licht Gottes selbst. Der heilige Metropolit Gregorios Palamas schrieb im XIII. Jahrhundert, dass dieses ungeschaffene Licht vom Menschen aufgenommen werden kann, ihm zugänglich ist. Die Möglichkeit der Erkenntnis Gottes in diesem Licht ist für uns eine Offenbarung und Anlass der großen Freude an diesem Fest.
Troparion, 7. Ton:
Du wurdest verklärt auf dem Berge, Christus, Gott, und zeigtest Deinen Jüngern Deine Herrlichkeit, soweit sie es vermochten. Lass auch uns  Sündern Dein ewiges Licht erstrahlen, durch die Fürbitten der Gottesgebärerin. Lichtspender Ehre sei Dir!
Kondakion, 7. Ton:
Auf dem Berge wurdest Du verklärt, und Deine Jünger sahen Deine Herrlichkeit, Christus, o Gott, soweit sie es vermochten: auf dass sie, wenn sie Dich gekreuzigt sahen, das freiwillige Leiden verstehen könnten Und der Welt verkünden, dass Du in Wahrheit des Vaters Abglanz bist.

In diesem Kondakion wird die freiwillige Annahme des Leidens und Todes Jesu Christi verherrlicht. Nachdem die Jünger die Herrlichkeit Seiner göttlichen Natur gesehen hatten, konnten sie da noch zweifeln, ob Jesus mit Hilfe der Herrscharen und der himmlischen Glorie alle Plagen dieser Welt, alle Seine Feinde besiegen könne? Aber sein freiwilliger Tod um des Heiles der Welt willen waren das Hauptziel Seines Kommens auf die Erde.
(От Матфея 17, 1-8;Андрей Лоргус, Михаил Дудко)


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