Heiliger Nikolaus

Hl.NikolausAm 19 Dezember gedachte die heilige orthodoxe Kirche des hl. Wundertäters Nikolaus. Er ist einer der bekanntesten und bedeutendsten Hierarchen unserer Kirche. Seine  Verehrung innerhalb der verschiedensten Konfessionen zeugt davon, dass er ein Beispiel für das Vorbild des Glaubens, der Sanftheit und der Enthaltsamkeit ist.
Tausende von Kirchen sind Ihm zu Ehren gebaut und in fast jeder befindet sich mindestens eine Ikone von Ihm.
Der Hl. Nikolaus wurde ca. 260/n.Chr. in der Stadt Patras, in Klein-Asien, als einziger Sohn von sehr gläubigen und frommen Eltern geboren. Schon in der Kindheit zeigte er die Vorliebe für die Enthaltsamkeit, Einsamkeit und

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das Gebet. Auf die Bitten seines Onkels-eines Bischofs-, fing der junge Nikolaus an, sich auf das Amt eines Priesters vorzubereiten, und nach dem Erreichen des Erwachsenalters empfing er dann die Priesterweihe. Ab dann, kannte man ihn als einen beispielhaften Priester, im Dienst am nächsten Menschen. Während der Abwesenheit seines Onkels (Bischofs), beauftragte ihn der höhere Bischof mit der Führung dessen Diözese, und nach seiner Heimkehr, pilgerte Nikolaus nach Jerusalem. Da er von Gott die Gnade (Gabe) des Vorhersehens erhalten hat, sagte er den Matrosen ein schreckliches Gewitter voraus. Die Gewitterblitze trafen in das Schiff, jedoch beruhigten die Gebete des Hl. Nikolaus das Meer.
Der Hl. Nikolaus wollte den Rest seines Lebens in einem Kloster auf der Heiligen – Erde(Jerusalem) verbringen. Jedoch hörte er die Stimme Gottes, die ihm sagte, dass er zur seiner Glaubensherde zurückkehren soll.
Unter göttlicher Fügung kam er in die Stadt Myrra. Es fügte sich, dass der dortige Bischof verstorben war und die nachbarschaftlichen Bischöfe  sich auf keinen neuen Hirten einigen konnten. Einem bestimmten Bischof offenbarte Gott, dass sie denjenigen wählen sollen, der als erster am nächsten Morgen die Kirche betritt.
Der Hl. Nikolaus, der davon nichts wusste, kam am nächsten morgen als erster zum Morgengebet in die Kirche. Sofort teilte man ihm den Willen – Gottes mit, und trotz seines Wiederstandes, weihte man ihn dann zum Bischof von Myrra.
In Myrra wurde der Hl. Nikolaus durch seine Askese bekannt. Er nahm nur einmal am Tag Nahrung zu sich und aß kein Fleisch. Während der Mahlzeiten ließ er sich aus frommen Büchern vorlesen. Seine Barmherzigkeit kannte keine Grenzen. Alle Einnahmen teilte er an Bedürftige und Arme  aus. Er selbst besaß nichts, außer seiner Kleidung.
Die orthodoxe Kirche bezeichnet den Hl. Nikolaus als den“Auserwählten unter den Vätern“, die „Krönung der Hierarchen“, einen wirklichen Schüler des Herrn.
Besonders muss man innerhalb seiner vielen Tugenden, die betonen und unterstreichen, zum Ausdruck bringen, dass er ein wahrer Christ und Priester war. Als echter (wahrer) Christ bemühte er sich um die Verbreitung der christlichen Wahrheit und verbarg sich nicht  vor der Welt, mit ihren alltäglichen, menschlichen Angelegenheiten und Problemen.
Er lebte und arbeitete entsprechend der ihm von der Kirche auferlegten würdigen Stellung. Er betrachtete die Welt durch die christliche Liebe und unterrichtete und belehrte Menschen im Geist der Wahrheit.  Schon zu seiner Lebzeit war der Hl. Nikolaus die Verkörperung des Glaubens. Es war ein einfacher, nicht erlernbarer Glaube, welcher von den Vorfahren vererbt war. Als Nachfolger der Apostel, war er ebenfalls Erbe deren heiligen Frömmigkeit.
So wie sie, praktizierte er den einfachen, praktischen Glauben und theologisierte nicht herum.
Hl.Nikolaus WunderDa er nicht auf irgendwelche- dem menschlichen Verstand sowieso unbegreifbaren Antworten, warten wollte, sondern gemäß der Worte des Hl. Apostels Jakobus: „sowie der Körper ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne gute Werke tot“, wollte er lieber das tun, was er erfahren hat und dessen er sich sicher war. Sein Haus war immer für alle Pilger, Bedürftige und sich in Not Befindenden offen. Schon zu seinen Lebzeiten wurde er durch vollbrachte Wunder bekannt. Vielmals beseitigte er Gewitter über dem  Meer, heilte Kranke, Blinde und Krüppel.
Nach seinem Tod wurde er zum Fürsprecher der Erniedrigten und der  – Benachteiligten, Beschützer  der unschuldig Verurteilten und der Verfolgten.
Die Kirche ehrt ihn auch als den Beschützer der Pilger(Reisenden) und der Zuseefahrenden. Dank seines großen Personenkultes, sieht man sehr viele Kirchen, die ihm zu Ehren gebaut wurden, und Tausende Ikonen mit seinem Abbild. Und viele Neugetauften die auf seinen Namen hin getauft werden.
Sein Körper fiel nicht der Verwehsung zum Preis und bis heute kommt aus diesem Körper aromatischer Myrronduft heraus. Bis heute besuchen sehr viele Pilger aus der  ganzen Welt sein Grab mit seiner Reliquie. Er ist der Grund der großen Verehrung durch viele Menschen aus der ganzen Welt, verschiedener Kulturen und Religionen. Der Hl. Nikolaus ist für uns, ein beispielhaftes Vorbild eines Christlichen Lebens, Glaubens, Demut und Liebe, die wir versuchen sollen nachzueifern.

„Heiliger Wundertäter Nikolaus, bete für uns zu Gott!“. (Predigt: Diakon Joachim Lindberg)

„Lehrer im Glauben, Vorbild in der Milde,

Beispiel der Enthaltsamkeit bist Du Deiner Herde wahrhaft gewesen.
Deshalb wurde deiner Demut- die Erhöhung,

zuteil und deiner Armut – der Reichtum.
Heiliger Vater Nikolaus

bitte Christus, unseren Gott,

das gerettet werden auch unsere Seelen!

Amen“


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