Die Gaben des Christentums

Das Christentum sieht in Gott – den Vater
Die erste Gabe, die vom Christentum den Menschen gebracht Das Grosse Schweigenwurde ist das Recht des direkten Gespräch zu Gott, das Recht, dem Gott „du“ zu sagen… heute scheint es für uns natürlich, dass ein religiöser Mensch zu Gott betet. Aber in der vor-Christenzeit war es unmöglich zu Gott zu beten, nur dem Herr … In der heidnischen Theologie … der höchste Gott war unerreichbar, kraftlos, oder überhaupt ruhte in der Untätigkeit … in der Welt regierten private und mannigfaltige „Herrn“ – Usurpatoren oder „die Statthalter“(Stellvertreter) …
Die heidnischen Völker erlaubten sich, an die höchste himmlische Gottheit nur „wie zur letzten Hoffnung unter den furchtbarsten Nöten” zu beten, den Christen wurde das Recht des alltäglichen Gesprächs mit Ihm geschenkt. Zum Schöpfer des Weltalls kommen wir mit der Bitte um das tägliche Brot … Zum Herrscher aller Welten kann die einfachste Bäuerin ein Gesuch stellen, dass Er (das Absolut!!! Jener, bei dem Gedanken über deren die Philosophen stumm werden!!!) hat ihr geholfen, ihre Kartoffeln … zu sammeln.
Das Christentum sieht in Gott – den Vater. Nicht das kalte kosmische Gesetz, sondern den liebenden Vater.

Die Menschen sollen ein Recht auf die Wahl haben.
Die Heiden ärgerten sich über die Christen wegen ihres Selbstbewusstsein(Selbstüberzeugung), über die Paradoxen ihrer Predigten. Aber die Hauptsache war- die Absage, die Heiligtümer anderer Religionen zu ehren … Und das Imperium hat angefangen mit der Verfolgung der Christen, forderte von ihnen die Toleranz. Die Christen wurden geblendet, weil von ihnen „die Breite der Weltanschauung“ gefordert war. Den Christen verbaten, zu fordern: “es wird verboten, zu verbieten! Wagen Sie es nicht ihren Adepten , zu verbieten, unseren Göttern zu beten!”
Die Christen haben angeboten, die Toleranz Ideen- und die bürgerliche Toleranz zu unterscheiden. Die Menschen sollen ein Recht auf die Wahl, auf die Diskussion, auf die heftige Einschätzung der Gegenansichten haben. Aber der Staat soll sich in diesen Streitigkeiten nicht einmischen … “ nicht durch das töten der Feinde kann man die Religion schützen, sondern für sie sterbend. Wenn Sie denken, Ihr zu dienen, in Ihren Namen, blutige Foltern verstärkend, irren Sie sich. Nichts soll so frei sein, wie die Konfession des Glaubens“ (Laktanz. Die göttliche Errichtung. 5,20) … die Forderung der Freiheit des Gewissens ist eine Gabe, die die christlichen Märtyrer ins Leben der Menschen gebracht haben.
Der Mensch wird über die Welt erhöht.
Das Christentum hat den Menschen zugelassen, anders auf sich zu blicken(schauen). Die wichtigste Veränderung in dem menschlichen Selbstverständnis ist damit verbunden, dass das Christentum auf eines verzichtet hat, wie es scheint, der selbstoffensichtlichen These der heidnischen Philosophie. Vom Gesichtspunkt des Heidentums ist der Mensch –  ein Teil der Natur, ein “Mikrokosmos” … ein kleines Modell des Alls …
Das Christentum konnte wider zu der Offensichtlichkeit gehen. Die byzantinischen Theologen haben verkündet, dass der Mensch wahrscheinlicher ein «Makrokosmos”, der im “Mikrokosmos” untergebracht ist …,weil er allen resorbierend, was in der Welt ist, trägt in sich noch etwas, was die ganze Welt, nicht enthalten auch wessen kann und nicht hat: die Weise(Antlitz) Gottes- und die Göttliche Glückseligkeit, wohltuenden Gottsohnlichkeit, die Vernunft, die Persönlichkeit, das Gewissen …
Der Mensch ist über der Welt, weil nicht alles im Menschen mit den Weltall Gesetzen, wo sich unser Körper und die niedrigste Psyche befinden, erklärbar ist. Nicht alles in uns von Geburt ist aus dieser Welt. Deshalb hat nicht alles ein gemeinsames Schicksal mit ihm.
Das Evangelium hat die Menschenrechte veröffentlicht.
Nikolaj Berdjajev in der Polemik mit den Marxisten hat bemerkt, dass nur vom Gesichtspunkt der Marxisten ist der Mensch ein Teil der Gesellschaft. Für den Christen ist die Gesellschaft das Teilchen eines Menschen, weil sich in einem Mensch in der Tat vieles von seiner sozialen Herkunft, dem Status, der sozialen Erfahrung beeinflusst wird. Aber ein Mensch wird durch alle Einflüsse auf ihn – weder aus der Vergangenheit, noch aus der Umgebung … nicht begrenzt
Sogar ein Liberaler Philosoph mit Namen Herzen verstand, wie viel ist seine liberale Philosophie dem Christentum jedoch verpflichtet: “die Person eines Menschen, die in den bürgerlichen Beziehungen der Alten Welt verloren wurde, ist bis zu irgendwelcher unerreichbarer Höhe gewachsen, gebüßt durch das Wort Gottes. Die Persönlichkeit eines Christen wurde höher als eine montierbare Persönlichkeit der Stadt; ihr wurde die ganze unendliche Würde geöffnet – das Evangelium hat die Menschenrechte feierlich veröffentlicht, und die Menschen haben zum ersten Mal gehört, was sie sind …
Der Mensch ist frei
Der Aufruf im Evangelium zur Buße verkündet, dass der Mensch von der Übereinstimmung sich selbst, der Umgebung und seiner Vergangenheit befreit ist. Nicht meine Vergangenheit durch die Gegenwart bestimmt eisern meine Zukunft, sondern meine heutige Auswahl. Zwischen meiner Vergangenheit und der Minute meiner jetzigen Auswahl gibt es einen kleinen Spielraum(Abstand). Und von meiner Auswahl hängt es ab – welche der kausalen-Untersuchungsketten, die sich zu mir aus den vorigen Zeiten erstrecken, in mir jetzt geschlossen wird. Das, was es in meiner Vergangenheit gab, kann darin bleiben, aber ich kann von nun an anders werden…
Wenn ein Mensch – ein Teil der Natur ist, so kann er sein Verhalten nach anderen Kriterien, als natürliche, nicht bewerten. Aber die natürlichen Phänomene unterliegen nicht dem moralischen Gericht … So wurde der Kantische Beweis des Daseins des Gottes geboren … Nichts in der Welt kann als frei gelten, der Mensch – kann. Das bedeutet, das der Mensch etwas mehr ist, als die Welt … der Mensch – ist frei, es bedeutet das Dasein ist reicher, als die Welt der Kausalität; der Mensch ist – frei, also es ist moralisch notwendig, das Dasein Gottes-” anzuerkennen..

Das Christentum hat den Menschen den Himmel zurückgegeben.

Das Christentum hat den Menschen die Möglichkeit zurückgegeben, den Himmel, die Sterne, die Wolken und den Sonnenuntergang zu liebäugeln. In den heidnischen Religionen wurde jedes natürliche Phänomen mit dem Namen und der Biografie verliehen(versehen). Und da es sich doch um die natürlichen Phänomene handelte, so erwiesen sich die betroffenen Personen dieser Mythen genauso außer-moralisch, wie die Naturelemente. Sie erwiesen sich auf jener Seite des Guten und des Übels … Wenn der gewisse Gegenstand in der Mythologie mit einer bestimmten Gottheit verbunden war, bedeutete es, das beim Treffen mit diesem Gegenstand in den Verstand, kamen die Erinnerungen an diesen Gott und seine Taten unvermeidlich.
Wir können jetzt einfach den Sonnenuntergang und den Aufgang sehen. Unsere nicht gläubigen Zeitgenossen liebäugeln einfach die Schau, und ein poetisches Gefühl, nahe zum religiösen, erfüllt ihre Herzen aus … das Christentum hat gesagt, dass die Sterne keine Biografie haben. Wie es keine Biografie beim Lämpchen gibt. Weder das Blut, noch die Lüsternheit kommen vom Himmel zum Vorschein.
Das Christentum hat die Bedingungen für die Geburt der Wissenschaft geschaffen.
Das Christentum hat die notwendigen Bedingungen für die Geburt der Wissenschaft geschaffen. Wissenschaftliche Astronomie ist nur unter der Bedingung möglich, wenn die Sterne aufgehört haben, die Götter zu sein. Die Gesetze, die das Fallen eines Steines auf die Erde beschreiben, sollen der Bewegung der Sterne verwandt sein. Um sich auf solches zu entscheiden ohne bestraft zu werden (wie dem altgriechischen Philosophen Anaksagoru passierte), ist notwendig, dass die Gesellschaft und die darin herrschende Religion zugestimmt hat in den Sternen, nur „die Steine“ sehen, und nicht die Seelen (oder die Körper oder die Augen) der Götter …
Wissenschaftliche Astronomie erscheint dort, wo die Bewegung der Sterne nicht auf der Sprache der Psychologie beschrieben wird, sondern auf der Sprache der Mathematik, das heißt auf der Sprache, die nicht die Leidenschaften erweist – des Neides, der Eifersucht, der Liebe … Nur die Religion des Logos, der zu Fleisch wurde, hat es erlaubt auf der Sprache der Mathematik (die Sprache der idealen Zahlen und der Formen) die Prozesse, die in der physischen Welt geschehen (wo es nichts ideales gibt) zu beschreiben …
In der Renaissance wieder, sind die Magie, die Alchemie, der Okkultismus in das Gebiet der hohen Kultur eingedrungen und fingen an, für die zulässigen Weisen in der Weltanschauung zu gelten. Als Antwort, hat die westliche(Römische) Kirche, die durch die Ohrfeige der Reformation geweckt wurde, „mit der Jagd auf die Hexen”, der Inquisition und … der Unterstützung der mechanistischen Weltanschauung geantwortet. Die wissenschaftliche Weltanschauung war von der Kirche unterstützt, die den Verbündeten für den Kampf gegen den allgemeinen Feind dringend brauchte – gegen den Okkultismus …
Die wissenschaftliche Revolution in Westeuropa ist auf der Grenze XVI-XVII Jh geschehen. Nicht in die Epoche des Atheismus (XVIII), nicht in die Epoche der Missachtung von den religiösen Fragen (XV), nicht in die Epoche der religiösen Stabilität (XIII), sondern in die Epoche der Reformation und der Konterreformation, in die Epoche des größten Aufschwungs der religiösen Gespanntheit,  wurde die Wissenschaft im Leben des christlichen Europas geboren.
Die Stunde der eschatologischen Ethik.
Je nach der Verdrängung des Christentums aus dem öffentlichen, kulturellen Universitätsleben haben die alten Schatten wieder begonnen sich zu verdicken, … Wieder ist es modisch, alle Religionen in eine zusammenzuziehen, die Christen in die heidnischen Spiele reinzuziehen. Es ist am meisten beunruhigend, dass die Gespräche über den religiösen Pluralismus und die Toleranz wieder beginnen mit solchen Stahlintonationen Ikone Jesusin der Stimme geführt zu werden, dass sich die Christen an der Schwelle der neuen Verfolgungen empfinden.
Es ist noch eine Lehrstunde des Christentums: die Fähigkeit zu leben, zu bauen, zu arbeiten, selbst wenn du weißt, dass dein Heiligtum zerstört sein wird. Es ist die Stunde der eschatologischen Ethik. Wir wissen, dass wir ganz fremd für die Welt der offiziellen und Massenkultur einmal werden. Wir wissen, dass mit Finsternis, ist der Horizont der menschlichen Geschichte bedeckt (der Name dieser Finsternis in der christlichen Theologie lautet – “das Reich des Antichristen”) Aber es ist kein Anlass für die Verzweiflung.
(Professor Moskauer Geistl.Akademie Diakon Kuraev: Interview für pravmir.ru, Übers. Alexander )


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