Dieses Ereignis geschieht jedes Jahr vor dem orthodoxen Ostern in Jerusalem in der Grabeskirche , die mit ihrem riesigen Dach Golgota, die Höhle, in die der vom Kreuz abgenommene Christi gelegt wurde, den Garten, wo Maria Magdalena als erste von den Menschen Ihn gesehen hat, bedeckt. Die Kirche wurde vom Kaiser Konstantin und von seiner Mutter Königin Elena im 4. Jahrhundert gebaut und die Zeugnisse über das Wunder reichen schon bis zu dieser Zeit zurück.
So geschieht es heutzutage. Ungefähr zur Mittagsstunde geht vom Hof des Patriarchats Jerusalems der Kreuzgang mit dem Patriarchen an der Spitze heraus. Die Prozession betritt die Grabeskirche und begibt sich zur Kapelle, die über dem Gottesgrab gebaut wurde, dann geht man um sie dreimal herum und bleibt vor ihrem Tor stehen. Alle Lichter in der Kirche sind gelöscht. Tausende von Menschen: Araber, Griechen, Russen, Rumänen, Juden, Deutsche, Engländer- Pilger aus der ganzen Welt beobachten den Patriarchen mit einem angespannten Schweigen.
Der Patriarch entkleidet sich. Die Polizisten suchen Ihn und das Gottesgrab gründlich ab. Sie suchen nach Etwas, was das Feuer entzünden könnte (während der türkischen Herrschaft in Jerusalem haben sich damit die türkischen Polizisten beschäftigt). In einem langen hinunterfallenden Chiton geht das Kirchenoberhaupt hinein. Vor dem Grab kniend, fleht er Gott um das Herabsenden des Heiligen Feuers an. Manchmal dauert sein Gebet lange. Plötzlich erscheint auf der Marmorplatte des Grabes etwas wie ein Feuerregen aus blauen Kügelchen. Der Heilige Vater berührt sie mit Watte, woraufhin sie sich entzündet. Mit diesem kühlen Feuer entzündet der Patriarch Lämpchen und Kerzen. Danach bringt er sie in die Kirche und übergibt sie dem armenischen Patriarchen und danach dem Volk. In diesem Augenblick leuchten tausende bläuliche Lichter in der Luft unter der Kuppel der Kirche auf.
Es ist schwer sich vorzustellen, wie eine vieltausendköpfige Menschenmenge jubelt. Die Menschen schreien, singen, das Feuer wird von einem Kerzenbund zum anderen weitergegeben und innerhalb einer Minute ist die gesamte Kirche durch das Feuer erleuchtet.
Am Anfang hat das Heilige Feuer besondere Eigenschaften – es verbrennt nicht, obwohl jeder in den Händen einen Bund mit 33 Kerzen hält (nach der Zahl der Jahre vom Erlöser). Es ist verblüffend zu beobachten, wie sich die Menschen mit diesem Feuer waschen und über ihre Bärte und Haare streichen. Nach einiger Zeit erwirbt das Feuer gewöhnliche Eigenschaften. Mehrere Polizisten zwingen die Menschen ihre Kerzen zu löschen, aber der Jubel hört nicht auf.
Das Heilige Feuer kommt in die Grabeskirche nur am orthodoxen Ostersamstag herab, obwohl Ostern jedes Jahr an verschiedenen Tagen nach dem alten Julianischen Kalender gefeiert wird. Noch eine Besonderheit ist, dass das Heilige Feuer nur nach Gebeten des orthodoxen Patriarchen herabkommt.
Einmal hat eine andere christliche Gemeinde von Armeniern aus Jerusalem, die aber von der heiligen Orthodoxie noch im 4 Jahrhundert zurückgetreten sind, die türkische Regierung bestochen, damit allein sie und nicht der orthodoxe Patriarch an dem Karsamstag im Gottesgrab für dieses Wunder beten können.
Lange und ohne Erfolg haben die armenischen Priester gebetet, während der orthodoxe Patriarch Jerusalems zusammen mit seiner Gemeinde draußen vor der geschlossenen Tür geweint haben. Und plötzlich traf etwas Blitzähnliches eine Marmorsäule. Sie wurde gespalten. Dann kam aus ihr Feuer heraus und entzündet die Kerzen der Orthodoxen.
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Seitdem traut sich keine der zahlreichen christlichen Konfessionen das Recht der Orthodoxen zu bestreiten, an diesem Tag in der Grabeskirche zu beten.
Im Mai 1992 wurde zum ersten Mal nach einer 79- jährigen Pause das Heilige Feuer auf russisches Territorium gebracht. Eine Pilgergruppe aus Priester und Gläubigen hat mit dem Segen des Heiligen Patriarchen das Heilige Feuer vom Gottesgrab in Jerusalem über Konstantinopel und alle slawischen Länder bis Moskau getrag. Seit dem brennt dieses unauslöschliche Feuer auf dem Slawjanskaja- Platz vor dem Denkmal der heiligen slowenischen Lehrer Kyrill und Method.
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1.Das Gebäude wird von orthodoxen Christen Auferstehungskirche(Anastasis) genannt.
2.Ein weißes Gewand
(Übers. Michail)
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P90X Review
Schönen guten Tag!
Ich habe Ihren Eintrag mit großem Interesse gelesen, möchte allerdings auf einige Aussagen eingehen, die nicht ganz zutreffen. Da ist z.B. die Behauptung, dass der Patriarch vor seinem Eintritt in die Grabesädikula durchsucht werde – das stimmt einfach nicht! Wie selbst hoch gestellte Kleriker des Jerusalemer Patriarchats zugeben, stellt die Entledigung der Obergewänder einen Teil des diesbezüglichen Kirchenrituals dar und dient lediglich dem Ausdruck von Demut!
Ebenfalls unzutreffend ist die Behauptung, dass der griechisch-orthodoxe Zelebrant in der Grabkammer um die Herabkunft des Heiligen Feuers betet. Ich weiß nicht, ob Sie schon jemals das besagte Gebet gelesen haben, Tatsache aber ist, dass an keiner Stelle von einem vom Himmel herabkommenden Feuer die Rede ist. Das, worum gebetet wird, ist nicht, dass das Licht wundermäßig herabkommen möge, sondern, dass es durch die Gnade des Heiligen Grabes geheiligt wird! Obige Feststellung wurde unter anderem sogar vom Locum tenens des Patriarchenthrons von Jerusalem, Metropoliten von Petra Cornelios bestätigt! Bei einer Fernsehinterview sagte der hoch gestellte Kleriker wortwörtlich, dass es sich beim Heiligen Feuer um ein natürliches Licht handele, das der Patriarch an der Ewiglichtlampe entzünde, wobei das Wunder darin bestehe, dass das Gebet dieses natürliche Licht heiligen könne!
Wer mehr über das Phänomen des Heiligen Lichtfeuers von Jerusalem erfahren möchte, möge mal hier reinlesen.
Grüße aus Griechenland