Vater Constantin, ewiges Gedenken!

Vater Konstantin Ein Vater, der seine Kinder liebt, schenkt ihnen seine Erziehung. Eine Erziehung in Liebe. Eine Erziehung, die auf Glaube, Hoffnung, Ehrlichkeit, Demut, Vertrauen, Anstand, Einsicht, Umkehr vom Schlechten, Mitgefühl und allen weiteren Tugenden eines Menschen ausgerichtet ist. Ein guter Vater spricht nicht nur über diese heiligen Dinge, sondern legt, gerade durch sein eigenes Leben, Zeugnis davon ab und wird dadurch Vorbild. Ein guter Vater tröstet seine Kinder und versteht ihre Sorgen und Ängste. Er tadelt sie, wo es angebracht ist, ohne niederzumachen. Ein guter Vater ist eine Stütze für das Leben, er vermittelt Sicherheit und Geborgenheit. Wenn ein solcher Vater diese Welt verlässt und seine irdischen Augen schließt, dann entsteht in der Familie eine Lücke, die über den anfänglichen und heftigen Schmerz der Hinterbliebenen hinweg bestehen bleibt.

Wir, die Gemeinde Stt. Cyrill und Methodius zu Hamburg, durften einen solchen geistigen Vater haben! Einen Priester, der die Gemeinde zu einer richtigen Familie in Christus formte, die alles teilt: die Freude der Feste, als auch die Tränen der Trauer.

 

Unser lieber Vater Constantin Lindberg entschlief am 02.April.2012 friedlich und völlig unerwartet zum Herrn. Mit gekreuzten Händen und einem milden Lächeln auf den Lippen gab er sogar im Tode uns, seinen geistigen Kindern, einen Vorgeschmack der österlichen Freude der Auferstehung.

Er hinterlässt uns ferner eine Fülle an Unterweisungen, die uns immer in Erinnerung bleiben werden, wie etwa:

 

Über die Allwissenheit Gottes (in jeder Predigt):
Gott kann man nicht belügen und Gott kann man nicht betrügen!

Vor der Kommunion:
Seid Euch bewusst, Ihr nehmt jetzt Leib und Blut Christi auf in eure Herzen ! Das ist nicht Brot und das ist nicht Wein.
Nein! Das ist Leib und Blut Jesu Christi!

Von der Gottesmutter:
Maria ist auch Eure Mutter! Sie hat den Schöpfer des Himmels und der Erde, euren Schöpfer, geboren!
Fleht zu Ihr, denn sie steht vor Christus und bringt Eure Bitten vor.

Über die Orthopraxie:
Wir müssen orthodox leben! Nur orthodox getauft zu sein reicht nicht! Orthodoxie ist Leben!

Über die deutsche Sprache als Liturgiesprache:
Wir Leben in Deutschland. Ich habe gehört, dass in Deutschland deutsch gesprochen wird.

Über das Fasten:
Fasten ist der Sieg über das Fleisch, d.h. Herr über die Begierden zu sein. Sagt zu Euch: Ich muss die Wurst nicht essen! Das ist Freiheit!
Das Fleisch muss gezügelt werden, damit Seele und Geist atmen, d.h. Beten können.

Am Ende einer Beichte:
bereue Deine Sünden. Die Beichte ist nur dann wirksam, wenn Du Deine Fehler bereust aus ganzen Herzen und sagst:
Christus verzeihe mir!

Über Weihnachten:
Christus muss in Euren Herzen geboren werden!

Über die Verstorbenen:
Betet für Eure Verstorbenen. Sie können jetzt nicht mehr für sich beten, aber wir können ihnen durch unsere Gebete helfen.

 

So wollen auch wir für unseren Vater Constantin im Gebet eintreten, auf dass seine Seele von Christus für würdig befunden wird, den Schafen seiner Rechten hinzugezählt zu werden.

 

Vater Constantin, ewiges Gedenken! – Вечная память!

Einen besonderen Dank gilt der Serbisch Orthodoxen Gemeinde des hl. Erzengel Michael zu Hamburg und hier im Besonderen den Erzpriestern Dragan Jovanovic und Borisav Simic, sowie dem Kirchenvorstand der Gemeinde. Nachdem die Friedhofsverwaltung uns die weitere Nutzung der Kapelle des alten Wandsbeker Friedhofes untersagte, wurde die serbische Kirche unser neues zu Hause, wobei die serbischen Brüder uns mit offenen Armen aufnahmen.

 

 


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