Weihnachtsbotschaft

WeihnachtsbotschaftWeihnachtsbotschaft

des Erzbischofs von Podolsk TICHON an den Klerus, die Mönche und Nonnen und Laien der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche.

 Geliebte Väter, ehrwürdige Mönche und Nonnen, liebe Brüder und Schwestern!

«Lasst uns froh sein, denn unser Erlöser ist jetzt geboren! Es sollte keinen Ort der Trauer geben, wo das Leben geboren wird, das uns, nachdem es die Angst vor dem Tod zerstört hat, die Freude an der versprochenen Ewigkeit gibt» (Hl. Leo der Große).

   Seit mehr als zweitausend Jahren teilen die Menschen miteinander die Freude über den geborenen Erlösers der Welt, denn aufgestrahlt ist das Licht vom Licht, der wahre Gott vom wahren Gottes, der in sich die menschliche Natur 

geheiligt hat, Christus, der Retter, ist in die Welt gekommen nicht als Herrscher oder großer Eroberer. In der Stille der Nacht und im Schweigen, im Stall, in der Wärme des Atems der Tiere wurde der Gottmensch geboren, um uns in allem gleich zu werden. Er wurde geboren, damit wir vergöttlicht und Teilhaber des ewigen Lebens würden — das ist der Glaube der Kirche und das ist die Bedeutung des Kommens Christi, des Erlösers, in unsere Welt und in unser Leben. Und das ist ein unschätzbares Geschenk, das Gott jedem von uns aus dem Übermaß seiner Liebe gibt.

Mit vollkommener Liebe, mit grenzenloser, unvergoltener Liebe zu Gott, zusammen mit der Liebe zu Verwandten, zu nahen und entfernten Menschen, sollte das Leben eines Christen erfüllt sein. Heute sehen wir, wie viel Böses durch den Mangel an Liebe unter den Menschen getan wird: Konflikte, Kriege, Morde, gegenseitiger Hass, Unterdrückung der Schwachen, Lügen und Verleumdungen. Deshalb hat der Sohn Gottes Fleisch angenommen, ist Mensch geworden, um die Menschen vor der Gewalt des Bösen und der Zerstörung zu bewahren, um zu zeigen,  dass Glück nur in Liebe und Einmütigkeit des Denkens, durch Respekt füreinander erreicht werden kann. Der Erlöser ruft uns auf, gegen die Sünde zu kämpfen, Streit und Spaltung durch den Glauben und die Sanftmut zu überwinden und mit der Kraft der Demut und Liebe gegen die Bosheit Satans aufzutreten (Kondak zum hl. Tichon, Patriarchen von ganz Russland).

An diesem hellen und freudigen Tag gratuliere ich euch allen, meine Lieben, zur Geburt unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus! Teilen wir miteinander das Geschenk der Liebe, das das Licht der Wahrheit durch Seine Geburt in die Welt gebracht hat. Eilen wir in die stille Höhle von Bethlehem, beugen wir die Knie unserer Herzen und fallen wir nieder vor dem Gotteskind Christus, unserer Hoffnung, unserer Freude und unserem Leben!

Ich wünsche, dass jeder von uns nach dem WeihnWeihnachtsbotschaftesdienst in sein Heim kommt und mit seinen Verwandten und Freunden die Freude teilt, dass der Erlöser in die Welt geboren wurde, um die Menschheit durch das Leiden am Kreuz und durch Sein allreines Blut zu retten (vgl. 1 Kor 6,20). Möge der Stern von Bethlehem für jeden von uns leuchten und zu wahrem Glück und ewigem Leben mit Gott führen.

 TICHON

Erzbischof von Podolsk

Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland

Berlin Christgeburt 25 Dezember / 7. Januar 2019  (Ikone von Andrej Rublev «Geburt Christi»)


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