Orthodoxe Bücher als E-Books
Das sogenannte „zuhörende Gebet“
Posted in: Christentum und Zeitgeist

Das sogenannte „zuhörende Gebet“

Das sogenannte „zuhörende“ oder „wechselseitige“ Gebet: Was ist das und worin liegt seine geistliche Gefahr?

Im Internet tauchen immer häufiger Artikel und Videos auf, die über das sogenannte „zuhörende“ oder „wechselseitige“ Gebet berichten. Der Kern dieser Praxis ist einfach und auf den ersten Blick ansprechend: Der Mensch wendet sich nicht nur mit einer Bitte an Gott, sondern erhält von Ihm auch eine konkrete Antwort. Den Befürwortern dieser Gebetsform zufolge reicht es aus, in einen Zustand „innerer Stille“ zu gelangen, eine Frage zu stellen (zum Beispiel: „Soll ich dieses Jobangebot annehmen?“ oder „Soll ich diesen Mann heiraten?“), auf die aufkommenden Gedanken zu hören und anschließend aufzuschreiben, was man „gehört“ hat. Die so entstandenen Aufzeichnungen werden als direkter Wille Gottes gedeutet.

Posted in: Christentum und Zeitgeist

Nihilismus – Der Traum vom Menschengott

Nach dem Werk von Seraphim Rose – Die Wurzel der Revolution

Was geschieht mit einer Gesellschaft, wenn sie die Wahrheit verliert? Was bleibt dem Menschen, wenn an die Stelle Gottes nur noch Ideologien, Fortschrittsglaube oder der Wille zur Macht treten?

In seinem Werk „Die Wurzel der Revolution: Nihilismus“ untersucht Pater Seraphim Rose den Nihilismus als geistige Krankheit der modernen Welt. Er zeigt, wie die Ablehnung der absoluten Wahrheit zur Zerstörung von Glauben, Kultur und schließlich des Menschen selbst führt.   Dieses Werk gehört zu den bekanntesten Schriften von Pater Seraphim Rose und ist Teil einer Reihe seiner auf dieser Webseite veröffentlichten Texte. Es ist keine politische Abhandlung, sondern eine eindringliche Diagnose des modernen Menschen – und zugleich ein Aufruf, den verlorenen Sinn des Lebens und die Wahrheit neu zu suchen.

ÜBER UNSERE NIEDERLAGE
Posted in: Christentum und Zeitgeist

ÜBER UNSERE NIEDERLAGE

Mit Freude setzen wir– mit freundlicher Genehmigung des Autors – die Veröffentlichung der bislang im deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannten Arbeiten von Prof. A. Kuraev fort. Seine Texte verbinden theologisches Denken, geistliche Erfahrung und eine ungewöhnlich klare Analyse der kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen unserer Zeit.Prof. A. Kuraev

Die hier versammelten Beiträge entstanden überwiegend zu Beginn der 2000er Jahre. Manche technischen Beispiele wirken heute zeitgebunden oder haben sich anders entwickelt als damals erwartet. Doch die eigentlichen Fragen des Buches sind aktueller denn je: die Beziehung zwischen Freiheit und Kontrolle, die geistigen Folgen der digitalen Welt, die Krise des christlichen Bewusstseins und die schleichende Verwandlung des Glaubens in bloße Kultur oder Tradition.

Kuraev betrachtet diese Entwicklungen nicht nur gesellschaftlich oder politisch, sondern vor allem geistlich. Im Licht der christlichen Apokalyptik fragt er danach, wie sich das Christentum in einer Welt behaupten kann, die immer häufiger bereit ist, über Religion als kulturelles Erbe zu sprechen – aber immer weniger bereit scheint, die Wahrheit des Evangeliums ernst zu nehmen.

Orthodoxie und die Religion der Zukunft: „christlicher” und nichtchristlicher Ökumenismus
Posted in: Christentum und Zeitgeist, Ökumenismus

Orthodoxie und die Religion der Zukunft: „christlicher” und nichtchristlicher Ökumenismus

Serafim RousHieromonch Seraphim (Rose)

Einleitung „Dialog mit nichtchristlichen Religionen”

Unser Zeitalter ist ein Zeitalter spiritueller Unsicherheit, in dem sich viele orthodoxe Christen „schwankend und von jedem Wind der Lehre umhergetrieben fühlen, durch die List der Menschen, durch die listige Kunst der Verführung“ (Eph 4,14 ). Es scheint tatsächlich die Zeit gekommen zu sein, in der die Menschen „die gesunde Lehre nicht mehr ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer suchen, die ihnen schmeicheln, und sich von der Wahrheit ab- und den Fabeln zuwenden“ (2 Tim 4,3–4).

Posted in: Christentum und Zeitgeist, THEOLOGIE

Das Geheimnis der Erlösung.

Im Jahr 1917 veröffentlichte Mitropolit Antonius (Chrapowitsky) eine umstrittene Lehre über die Erbsünde und die natürliche Schuld des Menschen. Diese löste eine bis heute andauernde Diskussion zwischen ihm und seinen Gegnern im Rahmen der orthodoxen Theologie aus. Während Antonius die traditionelle, westlich geprägte Auffassung der Erbsünde ablehnt und die Verantwortung für Adams Sünde zurückweist, betonen seine Kritiker die Notwendigkeit, die patristische Lehre und die biblischen Grundlagen zu wahren. Die Auseinandersetzung verdeutlicht die tiefgreifenden theologischen Streitpunkte bezüglich Schuld, Natur und Erlösung und wirft Fragen über die richtige Interpretation der Schrift sowie die authentisch orthodoxe Position auf.

Über Dawkins hinauswachsen
Posted in: Christentum und Zeitgeist

Über Dawkins hinauswachsen

Die Veröffentlichung dieses Artikels ist das Ergebnis eines Dialogs mit jungen Menschen, denen es an Grundkenntnissen des christlichen Glaubens mangelt, was in dem alter noch verständlich ist. Auf der Suche nach Antworten auf Glaubensfragen stoßen sie auf „Experten“ wie die die umstrittenen Schriften des britischen Biologen und Publizisten Richard Dawkins. Dieser auch in Deutschland populäre atheistische Autor kann, wenn nicht als Begründer, so doch als prominentester Vertreter einer bestimmten Unterart des Atheismus gelten, die wir als „Dawkinsismus“ bezeichnen wollen. Er hat Anhänger und Nachahmer und verbindet populäre Wissenschaft mit einer charakteristischen Form des militanten Atheismus. Werfen wir einen Blick auf diese Werke.

I

Dawkinsismus und Chorpredigten

   Im Englischen gibt es den Ausdruck “preaching to the choir”, d.h. zu Menschen, die die Überzeugungen des Predigers seit langem teilen. Ziel einer solchen Predigt ist es nicht, den Zuhörern etwas Neues zu erzählen oder Ungläubige zu gewinnen. Es geht darum, diejenigen zu ermutigen und aufzurichten, die bereits voll und ganz zustimmen. Dieser Ausdruck beschreibt die Bücher von Richard Dawkins sehr gut – von außen betrachtet wirken sie auffallend schwach, während der Chor jubelt. Die Analogie zu einem fundamentalistischen Prediger ist kaum zu vermeiden, dessen unerschütterlich selbstbewusste Reden seinen Schäfchen als Gipfel der Weisheit erscheinen, von außen dagegen mit Skepsis betrachtet werden.

    Vor nicht allzu langer Zeit (2019) ist Dawkins’ Buch Outgrowing God: A Beginner’s Guide

Historische Entwicklung der Großen Kirchenspaltung
Posted in: Christentum und Zeitgeist, Häresien, THEOLOGIE

Historische Entwicklung der Großen Kirchenspaltung

    Dieses Buch, das sich auf historische Dokumente, Briefe und überlieferte Zeugnisse stützt, bietet dem Leser die Möglichkeit, die Ursachen und Entwicklung des kirchlichen Schismas anhand der Quellen selbst nachzuvollziehen. Die Geschichte erscheint hier nicht als abstrakte Theorie, sondern als eine Abfolge konkreter Entscheidungen, Konflikte und geistlicher Auseinandersetzungen, deren Folgen bis in die Gegenwart reichen.

Ist Ihnen bekannt, dass die Kirche Westeuropas orthodoxe Wurzeln besitzt, dass der Begriff „katholisch“ ursprünglich der ganzen Kirche gehörte und wie es schließlich zur Trennung zwischen Rom und der Östlichen Kirche kam?

Antworten auf diese Fragen finden sich in dem Werk des französischen Kirchenhistorikers Abbé Guettée, der die Ereignisse mit großer Sachkenntnis und unter Rückgriff auf originale Quellen darstellt.

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