Origenes’ Lehre von der Heiligen Dreifaltigkeit gehört zu den bedeutenden Arbeiten des russischen Kirchenhistorikers und Theologen Wassili W. Bolotow (1854–1900).![]()

Die 1879 in Sankt Petersburg veröffentlichte Untersuchung widmet sich einem der schwierigsten Probleme der altkirchlichen Dogmengeschichte: der Frage, wie die Lehre des Origenes über Vater, Sohn und Heiligen Geist zu verstehen ist und in welchem Verhältnis sie zur späteren Entwicklung der trinitarischen Lehre und insbesondere zum Arianismus steht.
Bolotow beschränkt sich dabei nicht auf eine Darstellung einzelner Lehrsätze. Er untersucht die theologischen und philosophischen Voraussetzungen der Lehre des Origenes, ihre Entwicklung und ihre Wirkungsgeschichte. Einen besonderen Platz nimmt die Auseinandersetzung mit der späteren Beurteilung des Origenes ein. Dabei werden sowohl die Vorwürfe einer Nähe zum Arianismus als auch die Versuche, seine Trinitätslehre als im Wesentlichen mit der späteren kirchlichen Lehre übereinstimmend zu verstehen, quellenkritisch untersucht. Die Arbeit verbindet die genaue Auswertung griechischer und lateinischer Zeugnisse mit einer umfassenden Kenntnis der dogmengeschichtlichen Forschung.










