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Ewiges Gedenken an Vater Paisios

Liebe Brüder und Schwestern
gestern, am 8. Oktober 2024, ist Vater Paisios Jung, den viele von uns kannten und lieb hatten, zum Herrn heimgegangen.
Das Leben eines jeden Christen ist ein Kampf, und das Leben eines Mönches ist es in besonderer Weise. Pater Paisios hat unsere Gemeinde viele Jahre lang mit Ratschlägen und Gebeten geleitet und unterstützt. Er war ein häufiger Gast bei uns, und zu seinen Vorträgen kamen immer alle Gemeindemitglieder – nicht nur aus unserer Gemeinde, sondern auch aus anderen orthodoxen Gemeinden Hamburgs. Wir veröffentlichen die Erinnerungen seines geistlichen Sohnes, Pater Theoklos (der früher Bogdan hieß und Gemeindemitglied unserer Gemeinde war), sowie einige seiner Videos und Fotos.
Unten finden Sie auch Predigten von Vater Paisios. (P. S.: Begräbnis fand in Wien statt.)

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Hier ein paar Worte zu Geronta Paisios:
Er wurde am 8. Juli 1962 als Sohn von Anton und Waltraut in Deutschland geboren. Mit 17 Jahren trat er in das katholische Priesterseminar ein, studierte Theologie und wurde zum Priester geweiht. Er hatte seine eigene Pfarrei und war Beichtvater. Viele Menschen kamen zu ihm, um seine Predigten zu hören und seinen priesterlichen Dienst für Jesus Christus zu erleben. Doch nach einigen Jahren begann ein anderer katholischer Priester, ihn aus Neid und Missgunst zu verfolgen, weil seine Gemeinde so groß geworden war. Sie brannten seine Wohnung nieder und schlugen ihn sogar so schwer, dass er im Krankenhaus landete. …
Schließlich verließ V. Paisios die Pfarrei, trat ins Kloster ein und wurde Benediktiner-Mönchspriester.
Nach Jahren des Dienstes beunruhigte ihn etwas, das mit dem römischen Papst als Haupt der Kirche zu tun hatte, denn wie wir aus dem Evangelium wissen, … Das Haupt der Kirche ist Jesus Christus, Gott selbst.
Pater Paisios begann, die Wahrheit in anderen Quellen zu suchen. Nach einigen Jahren las er in einem Buch etwas über die Orthodoxie. Das ließ ihm keine Ruhe, denn er spürte in seinem Herzen, dass die Orthodoxie der wahre Weg und die wahre Kirche Christi ist.
Nach zwei Jahren kam er in das Kloster des Hl. Spiridon in Geilnau, wo er zuvor mit Abt Vasily telefoniert hatte. Abt Vasily rief in das Kloster des Hl. Arsenios von Kappadokien in Griechenland und bat, Geronta Starez Theoklitos nach Geilnau zu schicken, damit dieser mit Vater Paisios über die Orthodoxie sprechen könne. Da Geronta Theoklitos Vater Paisios aufgeklärt hatte, sagte dieser zu ihm: „Ich komme zu euch nach Griechenland ins Kloster.”
Es dauerte fast drei Monate, bis Paisios seine Angelegenheiten mit der römisch-katholischen Kirche geregelt hatte – obwohl die Katholiken ihn nicht gehen lassen wollten, schon gar nicht zur Orthodoxie.

Im Jahr 2004 trat Vater Paisios in das Kloster des Heiligen Arsenios von Kappadokien ein, wurde orthodox getauft und nacheinander zum Mönch, Diakon und Priestermönch geweiht.
Ich, Pater Theoklitos (damals Bogdan), lernte Pater Paisios in diesem Kloster durch Pater Joachim Lindberg aus Hamburg, einen Priester Christi, persönlich kennen.
Am 1. Dezember 2012 trat ich in dieses Kloster ein und wurde Novize.
Am 28. Februar 2015 wurden Pater Arsenios, Pater Rafail und ich von Jeronta Paisjos zu Riasofornyje-Mönchen geweiht.
Im Juli 2015 kamen wir zu viert nach Österreich, um mit dem Segen von Jeronta Theoklitos (nach dem ich meinen Mönchsnamen erhielt) und mit dem Segen von Bischof Nikodimos das erste orthodoxe Kloster in diesem Land zu gründen.
Gestern, meine Lieben, ist Jeronta Paisios in die Ewigkeit eingegangen.
Möge Gott ihm seine Sünden vergeben und ihn in sein ewiges Paradies aufnehmen, wo es keine Tränen und keine Trauer mehr gibt, sondern ewige Freude und göttliche Glückseligkeit.
Jeronta Paisje meine Liebste, ich wünsche euch Kalo Paradiso❤️..ein gutes Paradies in den Armen Christi.
Auf Wiedersehen, Geronta, bei Gott in Ewigkeit.
In Liebe, euer geistliches Kind Vater Theoklitos ❤️
Amin☦️

 

 
 
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