Das sogenannte „zuhörende“ oder „wechselseitige“ Gebet: Was ist das und worin liegt seine geistliche Gefahr?
Im Internet tauchen immer häufiger Artikel und Videos auf, die über das sogenannte „zuhörende“ oder „wechselseitige“ Gebet berichten. Der Kern dieser Praxis ist einfach und auf den ersten Blick ansprechend: Der Mensch wendet sich nicht nur mit einer Bitte an Gott, sondern erhält von Ihm auch eine konkrete Antwort. Den Befürwortern dieser Gebetsform zufolge reicht es aus, in einen Zustand „innerer Stille“ zu gelangen, eine Frage zu stellen (zum Beispiel: „Soll ich dieses Jobangebot annehmen?“ oder „Soll ich diesen Mann heiraten?“), auf die aufkommenden Gedanken zu hören und anschließend aufzuschreiben, was man „gehört“ hat. Die so entstandenen Aufzeichnungen werden als direkter Wille Gottes gedeutet.

