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Unpopulärität des westlichen Ritus in Westen

Warum hat sich der westliche Ritus im orthodoxen Westen nicht weit verbreitet?

Der westliche Ritus in der orthodoxen Kirche ist eine wieder eingeführte liturgische Praxis. Das Konzept basiert auf der Idee, Menschen durch liturgische Vielfalt zum orthodoxen Glauben zurückzuführen. Obwohl er das Potenzial hat, neue Gläubige anzuziehen, bleibt er eine Minderheit, da er historisch und kulturell eher begrenzt verbreitet ist und manchmal als spaltend empfunden wird.

Der Gottesdienst in der orthodoxen Kirche wird heute vor allem mit der Göttlichen Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomos, der Verehrung von Ikonen und byzantinischen Gesängen in Verbindung gebracht. Da dies in der orthodoxen Welt allgegenwärtig ist, wird es von vielen fälschlicherweise als der einzige Ritus angesehen, der an die Gläubigen weitergegeben wurde.

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Symbolische Bücher

DIE CONFESSIO DOSITHEI (Patr.Dositheos) – EINE SYNODALE BEKENNTIS 1672 bis ZU UNSERER ZEIT 

Einführung in die orthodoxen Bekenntnisschriften

In der christlichen Welt gibt es verschiedene Konfessionen mit eigenen „Glaubensakten”, den sogenannten Bekenntnisschriften. Diese Texte fassen die zentralen Überzeugungen der Kirche bzw. kirchlichen Gemeinschaften zusammen und dienen dazu, den Glauben zu erklären und zu verteidigen.

Die orthodoxe Kirche, die früher das gesamte Christentum verkörperte und sich nach dem Schisma im Jahr 1064 zunächst vor allem in Byzanz und nach weiteren historischen Ereignissen vorwiegend in Russland und Griechenland verbreitet blieb, hat im Laufe ihrer Geschichte mehrere Schutzmaßnahmen ergriffen und wichtige Glaubensbekenntnisse verfasst. Ältere russische und

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Die Aufnahme von häretischen Laien und Klerikern in die orthodoxe Kirche

(Eine Antwort eines Priesters, der anonym bleiben möchte, auf Bischof Tichons (OCA) Instruktionsschreiben Nr. 10)
Die Aufnahme von Häretikern in die orthodoxe Kirche war sicherlich nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch heute ein kontroverses Thema. Die Geschichte zeigt, dass sich die Haltungen in dieser Frage je nach geografischer Region geändert haben. Nichtsdestotrotz muss eine Entscheidung getroffen werden: Entweder man übt sich in Akrivie, also der exakten Erfüllung eines Kanons, oder in economia

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Orthodoxie für Anglikaner

(Die Church of England ist die offizielle Kirche des Vereinigten Königreichs. Der britische Monarch ist ihr oberster Herrscher.)                                                     von Pater Geoffrey Korz

Heinrich Ich bin als stolzer Anglikaner geboren und aufgewachsen. Über Generationen hinweg waren meine Vorfahren Schirmherren von Kirchen, glühende Monarchisten und Verteidiger englischer und christlicher Werte. Warum also verließ ich vor fast zwei Jahrzehnten den Anglikanismus, um den langsamen, aber sicheren Weg zur historischen orthodoxen Kirche einzuschlagen?

Meine Suche nach dem historischen englischen Christentum führte mich vor Jahren zur Lektüre der „Ecclesiastical History of the English Church” des ehrwürdigen Bede. Was habe ich gefunden? Die frühe Begegnung zwischen dem Evangelisten Augustinus und dem englischen König Ethelbert kam mir irgendwie seltsam vor. Augustins Gefährten trugen auf Tafeln gemalte Bilder von Christus, die gemeinhin als „Ikonen” bezeichnet werden. Das ist seltsam, dachte ich. So etwas machen doch nur Griechen und Russen, keine englischen Christen.

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Orthodoxe Gemeinden westlichen Ritus

   Zu den orthodoxen Gemeinden des westlichen Ritus zählen Pfarreien und Klöster verschiedener orthodoxer Ortskirchen, in denen Gottesdienste nach dem überarbeiteten römischen (tridentinischen) Ritus, dem rekonstruierten gallikanischen Ritus oder dem überarbeiteten anglikanischen “Book of Common Prayer” abgehalten werden.

  Eine andere, nicht ganz korrekte, jedoch gebräuchliche Bezeichnung für die Traditionen und die Ideologie des westlichen Ritus der orthodoxen Gemeinden ist „Westliche Orthodoxie” (Western Orthodoxy). Die wird gegenwärtig verwendet, um jeden orthodoxen Gottesdienst nach westlichem Ritus zu bezeichnen, einschließlich der wenigen Fälle von lateinischem Gottesdienst im orthodoxen Osten nach 1054, beispielsweise im Benediktinerkloster der Amalfitaner auf dem Berg Athos, das bis zum 13. Jahrhundert bestand.

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Der gallikanische Ritus

DER GALLIKANISCHE RITUS IN DER ORTHODOXEN KIRCHE

Dies ist eine bedingte Bezeichnung für eine der liturgischen Traditionen der orthodoxen Kirchengemeinden des westlichen Ritus (siehe Artikel über „Westliche Orthodoxie”), die sich auf moderne Rekonstruktionen des gallikanischen Ritus stützt.

Geschichte

    Einer der ersten Versuche, den gallikanischen Ritus wiederzubeleben, wurde in den 1870er Jahren von Erzpriester Vladimir Guettée unternommen. Zusammen mit J. Overbeck, der am Ende der 1860er Jahre ein Projekt für den orthodoxen Gebrauch des römischen Messbuchs entwickelt

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Göttliche Liturgie zur Zeit des Johannes Chrysostomos

Wie sah die Liturgie zur Zeit des „Goldmundes“ aus? Stellen wir uns die byzantinischen Kirchen jener Zeit vor. Der heilige Johannes Chrysostomus diente wahrscheinlich in allen Kirchen Konstantinopels. Die Kathedrale war die Hagia Sophia, die von Konstantin begonnen und von Konstantin II. im Jahr 360 vollendet wurde. Es ist nicht die Kathedrale, die wir heute sehen – das ursprüngliche Gotteshaus brannte bei einem Volksaufstand nieder, während die heute noch erhaltene Kathedrale in der Zeit Justinians (erste Hälfte des 6. Jahrhunderts) erbaut wurde. Neben der Hagia Sophia gab es in der Stadt noch den Tempel der Heiligen Irene, die Apostelkirche und die Hohe Kirche. Alle diese Kirchen, einschließlich der Sophienkathedrale, waren Basiliken, so dass wir uns ihre Innenausstattung recht gut vorstellen können. Es waren schlanke, rechteckige, langgestreckte Gebäude mit flachen Decken und Satteldächern.

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1100 Fragen an einen orthodoxen Priestermönch

1100 Fragen aus verschiedenen Wissensgebieten 

(Kultur * Information * Gesellschaft * Moral * Gottesdienst und Riten * Theologie * Zwischenkirchliche und interkonfessionelle Beziehungen * Sekten und Irrlehren * Geschichte*) werden von dem

Wissenschaftler, Lehrer für Fundamentaltheologie am Moskauer Theologischen Seminar und Akademie, dem orthodoxen Priestermönch Hiob (Gumerow) beantwortet, in den anderen seltenen Fällen wird der Name des Antwortenden genannt.

Sicherlich wird jeder Leser etwas Nützliches für sich finden.
Da es so viele Fragen gibt, haben wir mit der Übersetzung der Information* Fragen begonnen und können in naher Zukunft auch die anderen Fragen übersetzen, allerdings würden wir gerne wissen – Fragen aus welchem Wissensgebiet sollen als nächstes veröffentlicht werden? oder wenn Sie Fragen haben, die sich auf andere Bereiche beziehen, schreiben Sie uns!

Information*

1.Wer wird in der Bibel als Brüder und Schwestern Jesu Christi bezeichnet?
2.Gibt es eine vollständige schriftliche Erklärung der Dogmen der orthodoxen Kirche?

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Gottesdienst in der orthodoxen Kirche

Dieser Film (mit deutschen Untertiteln, falls eine andere Sprache erscheint, dann umschalten bei “Einstellungen”) ist der orthodoxen Anbetung, dem Gottesdienst gewidmet. Wie haben die frühen Christen gebetet? Was ist eine “Nachtwache” und wie läuft sie ab? Wie lange dauert sie? Warum beten wir in unseren Kirchen nicht auf Russisch, sondern in Kirchenslawisch? Welche Bedeutung haben […]

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Gottesdienst, Vesper und Weihrauch

(Einige erklärende Worte) Jede Handlung im Gottesdienst und jeder Gegenstand in der Kirche hat eine tiefe Bedeutung. Gottesdienst bedeutet –  Gott zu dienen vor Ihm zu

stehen, Ihn zu loben,  Ihm Danksagung darzubringen, sich zu Ihm wenden und um Erbarmung zu bitten. Wenn wir zum Gottesdienst gehen, müssen wir uns bewusst sein, dass wir in Gottes Haus kommen, schließen wir uns den Hymnen der Engel, die schon seit Ewigkeiten gesungen werden, an. Wir bilden dort eine göttliche Familie – die heilige Kirche. Die Teilnahme am Gottesdienst ist für einen tiefgläubigen Menschen eine große Freude. Hier offenbaren sich die Geheimnisse,

Posted in: RITUS, Spiritualität

Das Totengedenken für die Selbstmörder

Die orthodoxe Tradition und die Ausnahmen:

Nach den kanonischen Traditionen der orthodoxen Kirche, die sich noch in die Epoche der Ökumenischen Konzilien bildeten (IV die VIII. Jh.), wird  es nicht erlaubt die Selbstmörder in den orthodoxen Kirchen zu erwähnen. Das kanonische Verbot ist wegen Gottlosen  Charakter solcher Taten entstanden. Das Leben jedes Menschen ist ein kostbares Gottesgeschenk. Also, wenn jemand sich eigenmächtig (Eigenwillig) das Leben nimmt, der lehnt diese Gabe als lästerlich ab.
Besonders gilt es für den Christen, dessen Leben das doppelte Gottesgeschenk ist – bei der Geburt und wegen der Glückseligkeit der Sühne. Auf sich selbst die mörderische Hand legend verletzt der Christ den Gott zweimal: als den Schöpfer und als den Erlöser. Es ist von sich aus klar, dass so eine Tat nur der Frucht des vollen Unglaubens und der Verzweiflung an die Göttliche Vorsehung sein kann, ohne dessen Willen, nach dem Evangelium, wird kein Haar vom Kopf des Gläubigen

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