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ÜBER UNSERE NIEDERLAGE
Posted in: Christentum und Zeitgeist

ÜBER UNSERE NIEDERLAGE

Mit Freude setzen wir– mit freundlicher Genehmigung des Autors – die Veröffentlichung der bislang im deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannten Arbeiten von Prof. A. Kuraev fort. Seine Texte verbinden theologisches Denken, geistliche Erfahrung und eine ungewöhnlich klare Analyse der kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen unserer Zeit.Prof. A. Kuraev

Die hier versammelten Beiträge entstanden überwiegend zu Beginn der 2000er Jahre. Manche technischen Beispiele wirken heute zeitgebunden oder haben sich anders entwickelt als damals erwartet. Doch die eigentlichen Fragen des Buches sind aktueller denn je: die Beziehung zwischen Freiheit und Kontrolle, die geistigen Folgen der digitalen Welt, die Krise des christlichen Bewusstseins und die schleichende Verwandlung des Glaubens in bloße Kultur oder Tradition.

Kuraev betrachtet diese Entwicklungen nicht nur gesellschaftlich oder politisch, sondern vor allem geistlich. Im Licht der christlichen Apokalyptik fragt er danach, wie sich das Christentum in einer Welt behaupten kann, die immer häufiger bereit ist, über Religion als kulturelles Erbe zu sprechen – aber immer weniger bereit scheint, die Wahrheit des Evangeliums ernst zu nehmen.

Orthodoxie und die Religion der Zukunft: „christlicher” und nichtchristlicher Ökumenismus
Posted in: Christentum und Zeitgeist, Ökumenismus

Orthodoxie und die Religion der Zukunft: „christlicher” und nichtchristlicher Ökumenismus

Serafim RousHieromonch Seraphim (Rose)

Einleitung „Dialog mit nichtchristlichen Religionen”

Unser Zeitalter ist ein Zeitalter spiritueller Unsicherheit, in dem sich viele orthodoxe Christen „schwankend und von jedem Wind der Lehre umhergetrieben fühlen, durch die List der Menschen, durch die listige Kunst der Verführung“ (Eph 4,14 ). Es scheint tatsächlich die Zeit gekommen zu sein, in der die Menschen „die gesunde Lehre nicht mehr ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer suchen, die ihnen schmeicheln, und sich von der Wahrheit ab- und den Fabeln zuwenden“ (2 Tim 4,3–4).

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