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Was ist das geistliche Leben, und wie stimmt man sich darauf ein?

Der heilige Theophan der Klausner, Bischof von Tambow und SchazkDer heilige Theophan der Klausner

Diese Schrift des heiligen Theophan des Klausners führt nicht in abstrakte Gedanken, sondern in den konkreten inneren Weg: Aufmerksamkeit des Herzens, Kampf mit den Leidenschaften, Gebet und das Wirken der Gnade. Schritt für Schritt wird gezeigt, wie sich das geistliche Leben im Menschen entfaltet – vom ersten Erwachen bis zur inneren Sammlung und Festigung in Gott.

Für alle, die nicht nur verstehen, sondern beginnen wollen.

Einführung

Die Briefsammlung „Was ist das geistliche Leben und wie kann man sich darauf einstellen?“ umfasst achtzig Briefe, die an E. A. Arnoldi, die Tochter des Oberstleutnants A. A. Arnoldi, des Verwalters der Naryschkin-Ländereien in Tula, gerichtet sind. Das Werk erschien erstmals im Jahr 1878.

Die ersten Briefe sind der Betrachtung der drei Dimensionen des menschlichen Lebens – des körperlichen, des seelischen und des geistlichen – gewidmet. Der heilige Theophan zeigt, wie durch den Sündenfall ihre ursprüngliche Harmonie zerstört wurde und die Herrschaft der Leidenschaften das eigentliche geistliche Prinzip aus dem Leben des Menschen verdrängte. Zugleich macht er deutlich, dass wahres Glück und innerer Friede nur durch die Wiederherstellung der Vorrangstellung des Geistes und die Vereinigung des Menschen mit Gott möglich sind. Diese geschieht durch die Gnade, die dem Menschen durch das Erlösungswerk des Sohnes Gottes geschenkt wurde.
Ein wesentlicher Teil des Buches widmet sich den Kennzeichen des geistlichen Lebens – der Gottesfurcht, dem Gewissen und der Sehnsucht nach Gott. Ebenso erläutert der Autor die Taufe als Beginn eines neuen Lebens in Christus und betont die Notwendigkeit, die empfangene Gnade durch den freien Willen bewusst zu bewahren und zu entfalten.
Ausführlich behandelt der heilige Theophan den Eifer für Gott als grundlegende Voraussetzung des geistlichen Lebens. Er spricht über die Bedeutung der inneren Sammlung, des beständigen Gedenkens an Gott und an den Tod, der Selbstdisziplin sowie der geistlichen Lektüre. Darüber hinaus gibt er praktische Hinweise zur Vorbereitung auf die Fastenzeit, die Beichte und den Empfang der heiligen Kommunion.
Besonderes Augenmerk gilt dem Kampf gegen die Leidenschaften
– von der Entstehung leidenschaftlicher Gedanken bis zu ihrer Verwirklichung in Wort und Tat. Der Heilige beschreibt sowohl die Entwicklung der Leidenschaften als auch die geistlichen Mittel zu ihrer Überwindung und stützt seine Ausführungen auf zahlreiche Beispiele und Zeugnisse aus dem Erbe der heiligen Väter.
Die Briefe enthalten darüber hinaus zahlreiche Ratschläge dazu, wie sich die Erfüllung weltlicher Pflichten mit dem Dienst an Gott verbinden lässt. Sie behandeln den rechten Umgang mit Unterhaltung und weltlicher Literatur ebenso wie Fragen der geistlichen Wachsamkeit, der Überwindung innerer Erkaltung, des Widerstands gegen Versuchungen und der Treue zum einmal eingeschlagenen geistlichen Weg.
Einzelne Abschnitte befassen sich schließlich mit der Berufung zum klösterlichen Leben sowie mit Fragen der Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen.

Leseprobe

Damit sich jeder selbst ein Bild von Sprache und Inhalt machen kann, steht eine kostenlose Leseprobe mit den ersten rund zwanzig Seiten des Buches als PDF zur Verfügung. Die vollständige Ausgabe ist auf orthodoxe-medien.de erhältlich.

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