Gemeinde

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Achtung! Ab 14.09.14 finden alle Gottesdienste unserer Gemeinde am Holstenkamp 89 nur in deutscher Sprache statt.

Selbstverständnis

Unsere Gemeinde wurde mit dem Dekret Nr. 0/II/92 vom 29. Januar 1992 konstituiert. Zunächst wirkte die Gemeinde unter der kanonischen Führung der autokephalen Polnisch-Orthodoxen Kirche und zelebrierte die Heilige Liturgie in polnischer Sprache.  Um dem starken Interesse eines zunehmenden Anteils deutscher und russicher Mitglieder gerecht zu werden, entschloss sich die Gemeinde, um Aufnahme in die Russisch-Orthodoxe Kirche zu bitten. Auf der Sommertagung der Heiligen Synode am 17. Juli 2002 wurde dann die Aufnahme von der Russisch-Orthodoxen Kirche vollzogen. Somit wurde unsere Gemeinde von der Russisch-Orthodoxen Kirche auf der Sommertagung der Heiligen Synode am 17. Juli 2002 aufgenommen. Zugleich wurde sie in das Bistum Berlin eingegliedert. Die Gemeinde folgt seitdem dem Rat von Pater Nikolai (Gurjanow), den inzwischen verstorbenen Starzen der Insel Salita, und praktiziert in deutscher Sprache, wobei spezifische Choräle in Kirchenslawisch gesungen werden. Das „Vater unser” wird zur umfassenden Integration unserer Gemeindemitglieder in sieben verschiedenen Sprachen gebetet (Deutsch, Russisch, Arabisch, Georgisch, Rumänisch, Griechisch, Finnisch).

Ehemalige Kapelle in Hamburg-Wandsbek

Liebe Brüder und Schwestern,

die Gemeindemitglieder die V.Konstantin kannten, können hier die Erinnerungen an jenen Tagen erfrischen. Die Gemeindemitglieder die vor kurzem in unsere Gemeinde beigetreten sind, finden auf dieser Seite Informationen, wie alles begann und noch vor wenigen Jahren war…

ÜBER UNSERE HEILIGEN – KYRILL UND METHOD

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Foto Gallerien

„LICHT“

„TAUFE“

„SONNTAGS“

„modellierte Bilder“

Vater Nikolay /Weise(Starez)/segnet Vater Konstantin die Gottesdienste in deutscher Sprache zu halten.

(Aus dem Buch über das Leben des Starzen Nikolaj :Interview mit dem Priester Konstantin Lindberg Kirchenvorsteher der Kirche der Heiligen Kyrill und Method in Hamburg, Deutschland. Oktober 2006 und Juni 2008)

Unsere orthodoxe Kirchengemeinde der Heiligen Kyrill und Method in Hamburg existiert schon seit 15 Jahren. Im Jahre 2002 wurden wir in die Jurisdiktion der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats aufgenommen. Zunächst wurden die Gottesdienste auf Polnisch abgehalten, da unsere Gemeinde hauptsächlich von Polen besucht wurde. Jedoch wechselten die Gemeindemitglieder aufgrund von Problemen mit ihrer Arbeit häufig. Mit der Zeit kamen neue Gemeindemitglieder aus Russland, Georgien, Rumänien, Serbien, Arabien und anderen Nationen, die sich in Deutschland niederließen, hinzu. Ihre Kinder sprechen Deutsch besser als ihre Muttersprache. Auch viele Deutsche konvertierten zum orthodoxen Christentum. Der Gottesdienst fand auf zwei Sprachen statt: auf Kirchenslawisch und auf Deutsch. Aber wieder entstand ein Problem: auf welcher Sprache soll der Gottesdienst in einer deutschen Stadt, in einer Kirche, die von so vielen Nationalitäten besucht wird, abgehalten werden?
Ich fuhr jedes Jahr nach Russland und besuchte in derzeit fast alle berühmten russischen Klöster, alle Kirchen von Moskau und Sankt Petersburg und lernte viele Priester kennen. 1998 fuhr ich nach Sankt Petersburg und ein Bekannter von mir kam ebenfalls mit dem Auto dorthin. Er schlug vor, gemeinsam auf die Insel Salita zum Starez Nikolai Gurjanow zu fahren, damit ich ihn fragen kann, auf welcher Sprache der Gottesdienst in unserer Gemeinde stattfinden soll. Ich stimmte zu und wir fuhren los.
Wir fuhren über den Pscowsky See zur Insel, fanden das kleine Häuschen vom Starez und stellten uns vor die Torpforte. Viele Menschen waren da. Pater Nikolai war im Häuschen. Dann kam er heraus und fragte die Besucher nach ihrer Herkunft. Es wurden viele russische Orte genannt nur ich antwortete, dass ich aus Deutschland komme.
Jeder der Anwesenden hatte Probleme, weswegen eine Schlange gebildet wurde. Ich stellte mich ganz nach hinten ans Ende. Ich weiß nicht, worüber sich Pater Nikolai mit den Russen unterhalten hat aber plötzlich drehte er sich in unsere Richtung und sagte mit einer starken Stimme: „Deutsch beten“, ich dachte, dass er allen befahl auf Deutsch zu beten und begann laut auf Deutsch „Vater unser“ zu beten. Aber dann bemerkte ich, dass niemand darauf geachtet hat und niemand betete. Ich fühlte mich verlegen und hörte auf.
Als ich an der Reihe war, fragte ich: „Pater Nikolai, auf welcher Sprache sollen wir die Gottesdienste in unserer Kirche abhalten?“ Und er antwortete: „Alles wird gut“. Ich musste schon gehen und dachte mir: „Ich kam von weit her, aus Deutschland und bekam keine Antwort auf meine Frage“. Ich stellte mich wieder an, kam das zweite Mal zu ihm und fragte: „Pater Nikolai, Sie haben mich nicht verstanden. Ich wollte wissen auf welcher Sprache wir unsere Gottesdienste abhalten sollen “ Und er antwortete wieder „Alles wird gut“, ich war sehr unzufrieden. Ich beschloss es noch mal zu versuchen und stellte mich zum dritten Mai an. Ich kam dran und fragte: „Pater Nikolai, was soll ich tun? Auf welcher Sprache sollen wir in unserer Kirche beten? “ Und er sagte wieder: „Alles wird gut!“ und lachte. So ging ich unzufrieden fort.
V.Nikolay V.Konstantin M.AnisiaWir fuhren wieder über den See zurück. Nach der Überfahrt machten wir ein Picknick vor der Rückfahrt. Während wir aßen, sah ich eine kleine Birke. Wir gruben sie aus und pflanzten sie dann bei uns in Hamburg neben unserem Haus. Unterwegs nach Moskau, etwa 80 km von Pskow entfernt, wurde ich mir der Bedeutung der Geschehnisse bewusst und wunderte mich über mich selbst: „Warum hast du denn Pater Nikolai nicht verstanden? Er hat dir doch mit einer starken Stimme gesagt und dazu noch auf Deutsch, dass man Deutsch beten muss! Es gab da keine anderen Menschen aus Deutschland“.
Und ich erinnerte mich daran, dass er mir das gesagt hat, bevor ich ihm über mein Problem erzählt habe… Er wusste vorher, was ich von ihm wollte! ich verstand, was für ein Hellseher dieser Mensch ist.
Seit dieser Zeit finden die Gottesdienste in unserer Kirche der Heiligen Kyrill und Method in Hamburg auf Deutsch statt.

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