Regeln für die Bittzettel

Oftmals werden die Bittzettel für die Gesundheit der Lebenden und die ewige Ruhe der Verstorbenen so geschrieben, dass sie noch nicht einmal mit großer Mühe entziffert und vorgelesen werden können.

Regeln für die Bittzettel

Der Begriff «Gesundheit» umfasst nicht nur den physischen Zustand des Menschen, sondern auch dessen geistig-geistliche Verfassung. Auf den jeweiligen Zettel sollte der Name der Menschen stehen, für die wir um Gesundheit, Heil und Wohlstand bitten. Wir müssen aber nicht nur für die Lebenden sondern auch für die Verstorbenen beten – und nicht nur für Familienangehörige, sondern auch für Gefährten, Freunde und all diejenigen, die uns Gutes im Leben getan haben. Wenn Sie möchten, dass die von Ihnen am Altar eingereichte Bitte sorgfältig gelesen werden kann, dann beachten Sie bitte folgendes:

  • Schreiben Sie in einer klaren, verständlichen Handschrift; verwenden Sie am besten Druckbuchstaben. Versuchen Sie auf einem Zettel nicht mehr als 10 Namen zu erwähnen.
  • Kennzeichnen Sie den Bittzettel deutlich — jeweils «für Gesundheit» oder, «Für die Verstorbenen», mit dem Zeichen des Kreuzes (falls kein vorgedrucktes Formular vorhanden ist).
  • Verwenden Sie möglichst die vollständige Form des Namens, auch wenn Sie sich an Kinder erinnern (zum Beispiel nicht Lisa, sondern Elisabeth).
  • Vor den Namen von Priestern bezeichnen Sie deren Rang; vollständig oder in einer verständlichen Abkürzung (zum Beispiel Priester Peter, Erzbischof Nikon).
  • Ein Kind unter 7 Jahren wird als Kind bezeichnet, von 7 bis 15 Jahren als Jugendlicher. Verwenden Sie keine Nachnamen, Vatersnamen, Titel, Berufe oder Verwandtschaftsbeziehungen.
  • Es ist erlaubt, die Worte «Krieger», «Mönch», «Nonnen», «Kranke», «Reisende», «Gefangene» auf dem Zettel anzumerken. Dagegen ist es nicht statthaft z.B. «verlorene», «ängstliche», «wütende», «Schüler», «trauernde», «Mädchen», «Witwen» oder dergl. zu verwenden.
  • Auf den Bitten für die Toten markieren Sie «Ersterwähnte», wenn sie z.B. vor 40 Tagen verstorben sind. Für diejenigen, die die Kirche bereits als Heilige verherrlicht hat (zum Beispiel Selige Xenia), ist es nicht mehr notwendig zu beten.
  • Für «die Gesundheit» erwähnen Sie Menschen mit christlichen Namen (wie bei der Taufe).
  • Für Verstorbene Menschen, die orthodox waren. (Falls diese Menschen nicht der orthodoxen Kirche angehört haben, fragen Sie zuvor Ihren Priester).

Sie können Bittzettel einreichen:

  • Bei der Proskomidie – d.h. dem Abschnitt in der Liturgie, wenn für den jeweiligen Namen auf den Zetteln einer Prosphore das Stückchen entnommen wird, welches anschließend in das Blut Christi mit einem Gebet für die Vergebung der Sünden gesenkt wird.
  • Am Ende der Liturgie können Sie auch eine besondere Bitte für ein Moleben(Bittgottesdienst) (für Kranke u.s.w.), oder für eine Panichida (Gedenkgottesdienst für Verstorbene) einreichen.

Comments are off for this post

Comments are closed.