Es geschah aber, als die Volksmenge auf ihn andrängte, um das Wort Gottes zu hören, dass er an dem See Genezareth stand. Und er sah zwei Boote am See liegen; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen die Netze. Er aber stieg in eins der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land hinauszufahren; und er setzte sich und lehrte die Volksmengen vom Boot aus. Als er aber aufhörte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Tiefe und lasst eure Netze zu einem Fang hinab! Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben uns
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Christus hat keine Bücher geschrieben. Er ist nicht auf die Erde gekommen, um zu schreiben. Das Wesen seines Werkes besteht nicht darin, zu lehren oder ein Buch zu schreiben, etwa einen vollständigen Kurs der christlichen Dogmatik. Nein, sein Werk ist nicht buchmäßig.
Doch wenn das so ist, was ist dann die Heilige Schrift?
Christus hat die Kirche geschaffen. Die Kirche existierte bereits, als es noch kein einziges Buch des Neuen Testaments gab. Tatsächlich wurden die Bücher des Neuen Testaments von den Aposteln erst mehr als ein halbes Jahrhundert nach Beginn der historischen Existenz der Kirche verfasst. In diesen Büchern hinterließen die Apostel Denkmäler ihrer mündlichen Verkündigung. Sie schrieben für die bereits bestehende Kirche und übergaben ihr die Bücher zur ewigen Erbauung.
Es ist klar, dass die Bücher der Heiligen Schrift nicht das Wesen des Christentums ausmachen, denn das Christentum ist keine Lehre, sondern ein neues Leben, das der Heilige Geist auf Grundlage der Menschwerdung des Sohnes Gottes in den Menschen geschaffen hat. Daher wäre es nicht unverschämt zu sagen, dass nicht die Heilige Schrift als Buch die Menschen rettet, sondern die Gnade des Heiligen Geistes, der in der Kirche lebt. Die Kirche führt die Menschen zur Vollkommenheit.
(Hilarion (Troitsky), Erzbischof von Verea, „Die Heilige Schrift und die Kirche“)
Das Fest Maria Schutz
Das Fest Maria Schutz wurde zu Ehren der Erscheinung der Gottesmutter eingeführt, die dem seligen Andreas in der Mitte des X. Jahrhunderts in der Blächernenkirche in Konstantinopel zuteil wurde. In der Lebensbeschreibung des heiligen Andreas wird diese Erscheinung folgendermaßen wiedergegeben: Einmal kam während der Nachtwache vor einem Sonntag der Narr um Christi willen Andreas in […]
Das Fest der Kreuzerhöhung
Das Fest der Kreuzerhöhung lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das Kreuz Christi. Die Darstellung des Kreuzes erscheint in der Kirche schon sehr früh, bereits im zweiten Jahrhundert begannen die Christen, sich mit dem Kreuzzeichen zu segnen. Die Darstellung der Kreuzigung Jesu Christi kam etwa im IV. Jahrhundert auf. Das Kreuz, das in vorchristlicher Zeit ein Zeichen für einen schmachvollen und furchtbaren Tod war, wurde für die gläubigen Christen zum Zeichen des Sieges über den Tod, den Satan und alle seine Macht. Die besondere Verehrung des Kreuzes Christi wurde im IV. Jahrhundert unter dem apostelgleichen Kaiser Konstantin dem Großen und seiner Mutter Helena eingeführt. Das Kreuz des Herrn erschien ihm dreimal im Leben. Das erste Mal sah er das Zeichen des Kreuzes während des Krieges mit dem ruchlosen Maxentius, dem Herrscher von Rom, der viel menschliches Blut bei der Wahrsagerei vergoss und den Dämonen eine große Zahl von Kindern, Mädchen und schwangeren Frauen zum Opfer brachte, um nen trügerischen Göttern zu gefallen. Maxentius führte ein zügelloses und abscheuliches Leben und war in ganz Rom verhasst. Als Konstantin gegen
Anlässlich des Festes “Mariä Geburt”
Neun Monate vor diesem Fest, am 22. Dezember (9. Dezember nach altem Kalender) feiert die heilige Kirche die Empfängnis der Jungfrau Maria durch ihre Mutter Anna. Diese Empfängnis geschah zwar durch eine menschliche Vereinigung, aber Gott selbst hatte die Gebete Joachims und Annas erhört und dieses gottesfürchtige Paar von einer langjährigen Unfruchtbarkeit befreit. Am zweiten Tag des Festes begeht die Kirche das Gedächtnis der heiligen gerechten Gottesahnen Joachim und Anna. Das Fest Maria Geburt wurde von der Kirche im IV. Jahrhundert eingeführt. Das dahinter stehende Geschehen kennen wir aus der Überlieferung. Es ist das erste der zwölf Hauptfeste des Kirchenjahres, denn das Kirchenjahr beginnt am 1. September (nach altem Kalender). In der kleinen Stadt Nazareth in Galiläa lebte ein altes Ehepaar. Der Mann hieß Joachim, die Frau Anna. Joachim stammte aus dem Geschlecht des Königs David, Anna aus dem Geschlecht des Hohepriesters Aaron. Beide waren des Gesetzes des Herrn kundig und vor
Predigt V.Konstantin 2008
Die Verklärung Jesu
Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, mit und führt sie abseits auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen umgestaltet. Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht; und siehe, Mose und Elia erschienen ihnen und unterredeten sich mit ihm. Petrus aber begann und sprach zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten machen, dir eine und Mose eine und Elia eine. Während er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme <kam> aus der Wolke, welche sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe. Ihn hört! Und als die Jünger es hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Und Jesus trat herbei, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! Als sie
Heilung der blutflüßigen Frau
Auferweckung der Tochter des Jairus da kam ein Vorsteher herein und warf sich vor Jesus nieder und sprach: Meine Tochter ist eben jetzt verschieden; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie leben. Und Jesus stand auf und folgte ihm, und seine Jünger. Und siehe, eine Frau, die zwölf Jahre blutflüssig war, […]
