Ein Kannibale kann jeder von uns werden. Der Kannibale ist der, wer Freude davon bekommt, was dem anderen Menschen schadet. Der Kannibale ist – wer im anderen Menschen nur den Anlass für die eigene Bereicherung auf ihre Kosten sieht.
Es gibt einen solchen Ausdruck «lebendig auffressen. Es bedeutet, jemanden nicht in Ruhe zu lassen, stören, ständig Unannehmlichkeiten zu verursachen.
In der altertümlichen Stadt Jerusalem klagte der Prophet Micha die Gier der Behörden und die Heuchelei der Priester an: «Hören Sie zu, die Fürsten: Sie hassen das gute und Sie mögen das Böse; Sie essen das Fleisch Meines Volkes und Sie ziehen von ihm die Haut ab, und die Knochen brechen Sie und zerkleinern sie wie in einem Topf, und das Fleisch – wie in einem Kessel. Die Hauptleute richten für die Geschenke und die Priester unterrichten für die Zahlung, und die Propheten kündigen für das Geld, und inzwischen stützen sie sich auf Gott, sagend:” unter uns Gott! Es wird uns die Not nicht begreifen! “. Dafür, wegen Euch, wird Jerusalem zu einer Ruine»
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Das Wesen des Werkes Christi liegt nicht in der Lehre. Es ist daher unsinnig und sogar blasphemisch, Christus in die Kategorie der Lehrer – der Weisen – zusammen mit Buddha, Konfuzius, Sokrates und anderen zu stellen. Christus hat die Menschheit teilhaftig der göttlichen Natur gemacht, der menschlichen Natur neue Gnadenkräfte verliehen, die Kirche gegründet und den Heiligen Geist herabgesandt. Das ist etwas, das kein weiser Mensch, egal welche hohen Wahrheiten er predigte oder welche klugen und großartigen Bücher er schrieb, vermochte.
Die Gaben des Christentums
Das Christentum sieht in Gott – den Vater
Die erste Gabe, die vom Christentum den Menschen gebracht
wurde ist das Recht des direkten Gespräch zu Gott, das Recht, dem Gott “du” zu sagen… heute scheint es für uns natürlich, dass ein religiöser Mensch zu Gott betet. Aber in der vor-Christenzeit war es unmöglich zu Gott zu beten, nur dem Herr … In der heidnischen Theologie … der höchste Gott war unerreichbar, kraftlos, oder überhaupt ruhte in der Untätigkeit … in der Welt regierten private und mannigfaltige “Herrn” – Usurpatoren oder “die Statthalter”(Stellvertreter) …
Die heidnischen Völker erlaubten sich, an die höchste himmlische Gottheit nur “wie zur letzten Hoffnung unter den furchtbarsten Nöten” zu beten, den Christen wurde das Recht des alltäglichen Gesprächs mit Ihm geschenkt. Zum Schöpfer des Weltalls kommen wir mit der Bitte um das tägliche Brot … Zum Herrscher aller Welten kann die einfachste Bäuerin ein Gesuch stellen, dass Er (das Absolut!!! Jener, bei dem Gedanken über deren die Philosophen stumm werden!!!) hat ihr geholfen, ihre Kartoffeln … zu sammeln.
Das Christentum sieht in Gott – den Vater. Nicht das kalte kosmische Gesetz, sondern den liebenden Vater.
Die Menschen sollen ein Recht auf die Wahl haben.
Die Heiden ärgerten sich über die Christen wegen ihres Selbstbewusstsein(Selbstüberzeugung), über die Paradoxen ihrer Predigten. Aber die Hauptsache war- die Absage, die Heiligtümer anderer Religionen zu
Auf der Suche nach einer Rose
„Das Glück“ war schon immer der größte Wunsch der Menschheit, nach dem sie es auf verschiedenste Art und Weise, mit Tausend Methoden gesucht hat. Bei Kirchenvätern
jedoch lesen wir, dass es ein „vollkommenes Glück auf der Erde nicht gebe». Sie vergleichen das Glück mit einer Rose. Sie ist wunderschön, ihr Duft ist süßlich, aber sie ist gleichzeitig mit gefährlichen Dornen versehen. Dieses unvollkommene Glück ist für uns schwer zu erlangen, aber noch viel schwerer ist es für längere Zeit es in unseren Herzen zu bewahren. Warum?Der Grund des traurigen Zustandes unserer Seele ist die Sünde und die starke Neigung zum Verfallen in die Sünde. Wie groß die Kraft der Sünde ist, werden wir am
Das Totengedenken für die Selbstmörder
Die orthodoxe Tradition und die Ausnahmen:
Nach den kanonischen Traditionen der orthodoxen Kirche, die sich noch in die Epoche der Ökumenischen Konzilien bildeten (IV die VIII. Jh.), wird es nicht erlaubt die Selbstmörder in den orthodoxen Kirchen zu erwähnen. Das kanonische Verbot ist wegen Gottlosen Charakter solcher Taten entstanden. Das Leben jedes Menschen ist ein kostbares Gottesgeschenk. Also, wenn jemand sich eigenmächtig (Eigenwillig) das Leben nimmt, der lehnt diese Gabe als lästerlich ab.
Besonders gilt es für den Christen, dessen Leben das doppelte Gottesgeschenk ist – bei der Geburt und wegen der Glückseligkeit der Sühne. Auf sich selbst die mörderische Hand legend verletzt der Christ den Gott zweimal: als den Schöpfer und als den Erlöser. Es ist von sich aus klar, dass so eine Tat nur der Frucht des vollen Unglaubens und der Verzweiflung an die Göttliche Vorsehung sein kann, ohne dessen Willen, nach dem Evangelium, wird kein Haar vom Kopf des Gläubigen
Geheimnis des Leidens
Ich bin hier, denn so wollte es Gott, unser Herr Jesus Christus.
Ich glaube daran, was das Evangelium sagt, dass jedes Haar auf unserem Haupt abgezählt ist.
Als ich das erste Mal in die Hände die Philokalie nahm, las ich in den Schriften des Hl. Markus des Asketen: wenn Gott wünscht dass etwas passiert, so hilft ihm dabei die ganze Schöpfung, und wenn aber Gott etwas nicht wünscht, dann widersetzt Er diesem alles.
Von meiner Jugend an habe ich mich mit den Gedanken beschäftigt, dass es keine unwichtigen Dinge gibt, stets spürte ich in allem Gottes Wirkung, sogar in Dingen von kleiner Bedeutung. Ich dachte stets an die Worte Gottes: „alle Haare auf unserem Haupt sind gezählt“ und an die Schriften des Asketen.
Wie sollen wir das Leiden annehmen, damit es uns einen Nutzen bringt?
Die, die mich eingeladen hatten, haben höchstwahrscheinlich gedacht, dass meine Antwort auf die Frage kompetent sein würde, aber ich selber kam nach langer Überlegung zu einer anderen Überzeugung. Ich werde am besten versuchen meine eigenen Gedanken zum Thema “Leiden“ darzustellen. Dabei denke ich nicht nur an das physische Leiden(Schmerzen) sondern auch an die moralischen Schmerzen, kurz gesagt an all das was wir uns nicht wünschen,
Seit meiner Jugend machte ich mir Gedanken wozu das Leiden eigentlich dient? Ich habe noch keine
Der Cherubim Hymnus
(Hier finden Sie vier Versionen der Cherubischen Hymne.)
…Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden, und die wir der lebensschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasset uns nun alle Sorge dieser Welt ablegen.
Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluja, Alleluja, Alleluja…
Der Cherubim Hymnus ist der wichtigste “Cherubikon” (d.h. Engelshymnus),
Der Bote der Geheimnisse Gottes.
Am 26. Juli (13. alt) feiert die Kirche den Tag des heiligen Erzengels Gabriel. Der Feiertag existiert seit IX. Jahrhundert und dient dem Gedenken an all die wunderbaren Erscheinungen des Erzengels. Aus dem jüdischen übersetzt bedeutet Gabriel: Festung Gottes, Kraft Gottes. Der Erzengel Gabriel ist einer von sieben Erzengeln die den Menschen, von Gott, zur Verkündigung seines Willens geschickt wurden und werden. Erzengel Gabriel ist einer der höchsten Engel. Er ist ein unsterblicher körperloser Geist, ein Diener Gottes. Engel wurden als Wesen mit freiem Willen erschaffen. Ein Teil der Engel hat seinen freien Willen missbraucht und ist von Gott abgefallen. Sie, die gefallenen Engel, wurden zu Dämonen. Die anderen haben dem Schöpfer die Treue gehalten und bliebendie Engel des Lichts. Engel werden in der Bibel und den Apokryphen erwähnt.
Nach der Lehre der Kirche gibt es eine Hierarchie der Engel welche jedoch nicht eindeutig ist. Sie wird durch die Nähe zu Gott bzw. zu den Menschen charakterisiert. Es gibt die Seraphim, Cherubim, Throne, Herrschaften, Mächte, Gewalten, Fürsten, Erzengel und Engel.
Ikone der Gottesmutter von Kasan
1552 wurde das Khanat Kasan durch Zar Iwan den Strengen der Rus hinzugefügt. 60 000 russische Menschen wurden aus der Gefangenschaft befreit. In der nachfolgenden Zeit wurden viele Moslems und Heiden zum Christentum bekehrt.
Sommer1579: eine riesige, unbarmherzig brennende Sonne, Staub und Asche, in Kasan. Vor einer Woche wütete hier ein schreckliches Feuer. Es fing neben der Kirche des Heiligen Nikolaus an und sprang später auf den Kreml von Kasan über. Viele Stunden brannte es. Frauen und Kinder weinten. Wenn auch ihre Häuser betroffen wurden, was dann?! Einige Menschen lachten schadenfroh – wo ist Ihr Gott, warum lässt er es zu, dass ihre Kirche niederbrennt?
Das Feuer machte viele Familien obdachlos, aber es war nichts zu machen, das Feuer hat alles verschlungen und gab nichts wieder her.
Apostel Petrus und Paulus
Die Apostel Petrus und Paulus
Am 12. Juli gedenkt die Kirche der Apostel Petrus und Paulus. Die Christen, die sich auf diesen Tag vorbereitet haben, beenden die Fastenzeit. Oft gilt in der Kirche, dass die Feiertage, die im weltlichen Verständnis mehr tragisch sind, als frohe Festtage angesehen werden (z.B die Enthauptung Johannes des Täufers). Heute ist ein Tag an dem nach der Legende, die christlichen Hauptapostel, «die Lehrer unter den Lehrern», Petrus und Paulus in Rom hingerichtet wurden.
Petrus und Paulus – zwei Stützen des Glaubens – zwei entgegengesetzte Charaktere: der eine ein Fischer und der andere ein Gelehrter, kommen zum einheitlichen Abschluss des Erdweges.
Petrus hieß ursprünglich Simon, der Name Кifa (Peter) – ist ein jüdisches Wort, das bedeutet «der Felsen! der Stein!», Seinen Namen hat ihm Jesus gegeben. Peter war der ältere Bruder des Apostel Andreas der Erstberufene.
Petrus war ein sehr einfacher und aufrichtiger Mensch, nicht belastet durch eine Ausbildung oder eine Gelehrsamkeit, seine Denkweise war sehr lebendig, seine Heftigkeit entsprach seinem Charakter. Für ihn war die Rede, die zu unverzüglichen Handlungen anregte charakteristisch. Petrus war ein Teilnehmer vieler Ereignisse, die im Evangelium beschrieben sind. Ein Beispiel ist, dass die Mutter seiner Frau von Christi geheilt wurde, dieses war eins der ersten Wunder. Ein weiteres Wunder war, das nach den Worten Jesus Christi, die Netze der Fischer so angefüllt von Fischen waren, das sie zu zerreißen drohten. Und das war geschehen, obwohl die Fischer tagelang vorher keinen Erfolg hatten. In diesem Moment hat Petrus zum ersten Mal, Jesus als Gott anerkannt. Er war völlig erstaunt, und in seiner heiligen, andachtsvollen Angst fing er an Jesus Christus anzuflehen: «Gehe von mir hinaus, weil ich ein Sünder bin ».
Der Apostel Petrus zusammen mit den Aposteln Johanes und Jakobus waren die Zeugen der Verklärung Christi auf dem Berg Tabor und nach einer Weile auch Zeugen Christi Leiden im Garten von Gethsemane.
Die sieben Leidenschaften der Seele.
So wie sich der Mensch durch die Erfüllung der Gebote Gottes im Sittlich-Guten üben und durch häufige Wiederholung gute Gewohnheiten erwerben kann, die sich durch die Gnade Gottes festigen und zu Charakterzügen und Tugenden werden, so kann er auch, verführt durch die Dämonen, durch das Übertreten der Gebote sündigen. Durch Wiederholungen kann er sich immer mehr in die Sünde verstricken und in immer größere Abhängigkeit geraten. Dadurch wird der Wille geschwächt und die Umkehr erschwert. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die durch den Sündenfall der Ureltern in Unordnung geratenen natürlichen Triebe des Menschen nicht mehr kontrolliert werden können und sich nicht mehr entsprechend den Geboten Gottes steuern und beherrschen lassen. Durch diese Verhärtung in der sittlich schlechten Gewohnheit gerät die Seele in einen Zustand sittlich-geistlicher Erkrankung, der als Leidenschaft (Pathos) oder Laster bezeichnet wird. Manchmal kann ein Mensch so sehr einem
Sünde
Für viele Menschen gehören Sünden nicht zum Alltagsleben der modernen Welt. Sie stellen in ihren Augen einen Anachronismus dar, sind nicht mehr zeitgemäß. Man will sich nicht vorschreiben lassen, wie man zu leben habe und schon gar nicht mit dem moralischen Zeigefinger gedroht bekommen. Nicht selten ruft die Erwähnung des Begriffes „Sünde“ sogar ein ironisches Lächeln hervor: „Von diesen moralin-sauren Vorschriften ist der heutige Mensch zum Glück frei“ scheint es auszudrücken und gleichzeitig schwingt dabei mit, dass die Sünde eine süße Verlockung ist und die Übertretung von Geboten dem persönlichen Genuss zu Gute kommt, ja dass gerade das Versuchen des Verbotenen besonders lustvoll ist. Brave Menschen kommen in den Himmel, böse überallhin…
In vielen Gebeten bitten wir um die Vergebung unserer Sünden, unserer Schuld. „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ heißt es im Vaterunser, dem Gebet des Herrn. Folgende Fragen habe ich mir dazu oft gestellt: Welche Schuld habe ich denn schon groß auf mich geladen? Kann man überhaupt leben, ohne täglich eine der vielen „kleinen Sünden“ zu begehen? Reicht es nicht, sich an die Zehn Gebote zu halten? Wir alle machen doch Fehler. Ist das denn gleich „Sünde“? Das Leben
Die Gnade des Priesteramtes
Wie ehrwürdig ist doch der Stand des Priestertums, wie groß, heilsam und wunderbar die Gnade des Priesteramtes! Durch das Priesteramt bewirkt der Herr große und heilsame Dinge in den Menschen; Er reinigt und heiligt, erlöst sie von bösem Tun der Dämonen und führt sie zur Wiedergeburt im Wasserbad. Er erneuert und stärkt, wandelt Brot und Wein in den allerreinsten Leib und das Blut des Gottmenschen, vollzieht die Ehe und macht sie ehrbar und das Ehebett unbefleckt, vergibt Sünden, heilt Krankheiten, versöhnt das gerechte Gericht Gottes mit den bußfertigen Sündern, wandelt die Erde zum Himmel, errichtet mit Menschenhand Kirchen und macht sie zu Wohnungen des allmächtigen Herrn, vereinigt den Himmel mit der Erde, den Menschen mit Gott; Er tröstet die Trauernden, stärkt die Schwachen und macht sie stark zu guten Werken, führt den Strom der Gnade dorthin, wo die Sünde mächtig geworden ist.
Wie groß, wunderbar, schön und heilsam ist die Gnade des Priestertums. Was entbehren doch die Menschen, die kein legitimes, rechtes, von Gott gestiftetes und wirksames Priestertum haben: Lutheraner, Protestanten, Reformierte und die von der Kirche ausgeschlossenen Spalter, Sektierer und Häretiker. Wie hoch sollten diejenigen, die das Priestertum in sich tragen, also Bischöfe, Priester und Diakone, diese Gnade schätzen, um gottgefällig den Menschen zur

