Die Ikone vom deutschen Konsulat

Diese Ikone der ‹Gottesmutter von Kasan› mit der seltsamen halb verwaschenen Aufschrift in lateinischer Schrift auf der Rückseite «Eta ikona budet hranit was wsu schizn» schmückt die Skorbjashchensky Kirche in Sankt Petersburg. Eine gläubige Frau hat uns ihre merkwürdige Geschichte erzählt.
Einmal kam zu unserer Kirche eine alte Frau; als sie die Ikone der ‹Gottesmutter von Kasan› bemerkte, schlug sie überrascht ihre Hände über dem Kopf zusammen.
«Wie ist diese Ikone zu Ihnen gekommen? Ich habe sie einem deutschen Soldaten geschenkt», wunderte sie sich. «Ich erkenne sie an den charakteristischen Kratzern auf dem Rahmen.»
Ich erklärte, dass die Ikone vom deutschen Konsulat, das sich in unserer Stadt befindet, vor einigen Jahren der Kirche übergeben wurde. Die Frau fing an zu weinen und als sie sich etwas beruhigte, nannte sie uns ihren Namen, sie hieß Vera. Sie erzählte, wie die heilige Ikone, die aus ihrer Familie stammte, einst in Deutschland ihre Wirkung entfacht hat.

«Es war im Zweiten Weltkrieg. Ich flüchtete weiter lesen

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Die Cherubim

…Die wir die Cherubim im Mysterium abbilden, und die wir der lebensschaffenden Dreiheit den Hymnus des Dreimalheilig singen, lasset uns nun alle Sorge dieser Welt ablegen.
Damit wir empfangen den König des Alls, der unsichtbar geleitet wird von den Ordnungen der Engel. Alleluja, Alleluja, Alleluja…

Der Cherubim Hymnus ist der wichtigste „Cherubikon“ (d.h. Engelshymnus), weiter lesen

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Ein Weg zum Orthodoxen Glauben

Wie ich zu meinem Christlich-Orthodoxen Glauben gefunden habe.

Geglaubt habe ich immer an Gott, als Deutscher hier in diesem Land, ist das nicht einfach zuzugeben. Als Kind hatte ich da schon meine Probleme, was ist richtig und was ist falsch, so habe ich damals gedacht! In meiner Schulklasse hatte ich im Fach Religion immer eine 1 die beste Note in Deutschland. Ich war zu dieser Zeit katholisch, das hatten alle im Rheinland geborenen Menschen zu sein, wehe dem, man war etwas anderes. Anders durfte man dort sowieso niemals sein. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum ich heute in Norddeutschland lebe!? weiter lesen

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Sünde

Für viele Menschen gehören Sünden nicht zum Alltagsleben der modernen Welt. Sie stellen in ihren Augen einen Anachronismus dar, sind nicht mehr zeitgemäß. Man will sich nicht vorschreiben lassen, wie man zu leben habe und schon gar nicht mit dem moralischen Zeigefinger gedroht bekommen. Nicht selten ruft die Erwähnung des Begriffes „Sünde“ sogar ein ironisches Lächeln hervor: „Von diesen moralin-sauren Vorschriften ist der heutige Mensch zum Glück frei“ scheint es auszudrücken und gleichzeitig schwingt dabei mit, dass die Sünde eine süße Verlockung ist und die Übertretung von Geboten dem persönlichen Genuss zu Gute kommt, ja dass gerade das Versuchen des Verbotenen besonders lustvoll ist. Brave Menschen kommen in den Himmel, böse überallhin…

In vielen Gebeten bitten wir um die Vergebung unserer Sünden, unserer Schuld. „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben weiter lesen

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ÜBER DAS ZEICHEN DER ZEIT

SELIGEN GEDENKENS PAISSIOS VOM BERG ATHOS ÜBER DAS ZEICHEN DER ZEIT
Mit dem Segen des Erzbischofs von Iwanowo und Kineschemsk AMBROSY

ICH WAR FROH, DASS ICH DIE GELEGENHEIT HATTE, EHER ZU CHRISTUS ZU GEHEN

Im Jahre 1987 schrieb der Einsiedler und Altvater eine Broschüre über das Zeichen der Zeit und setzte die Gläubigen in Kenntnis, dass man die Einführung des neuen ökonomischen Systems nicht unterstützen und fördern darf. Diejenigen, die sahen, dass ihre Pläne scheiterten, schickten drei ihrer Leute mit der Drohung, ihm Böses anzutun. In dem Augenblick, als sie das Land betraten und den Hl. Berg bestiegen, wusste er über ihre Anwesenheit schon Bescheid und behielt sie im Auge. Er sah, dass sie gereizt waren und ihn zu töten beabsichtigten.

Ich – sagte der Altvater- freute mich natürlich, als ich sah, dass sich mir eine Gelegenheit bot, eher zu Christus zu gehen. Jedoch geschah in ihrem Inneren etwas. Sie verliefen sich, weil sie in der Dämmerung hinunterstiegen, Gott blendete sie, und die Ärmsten übernachteten weit entfernt, stürzten in einen Abgrund und verletzten sich. weiter lesen

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