Jean-Claude Larchet-Einführung in die asketische Tradition der orthodoxen Kirche
In diesem Buch geht es nicht zuerst um Moral, Regeln oder äußere Frömmigkeit. Es geht um den inneren Zustand des Menschen. Jean-Claude Larchet zeigt, dass das Christentum von Anfang an nicht nur als Lehre, sondern auch als Weg der Heilung verstanden wurde – als Heilung dessen, was im Menschen zerbrochen, verwundet oder aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die hier behandelten geistlichen Krankheiten sind keine abstrakten Begriffe. Sie betreffen Gedanken, Wünsche, Ängste und innere Unruhe – kurz: alles, womit der Mensch im Alltag lebt.
In der orthodoxen Tradition wird Christus nicht nur als Lehrer, sondern auch als Arzt der Seele gesehen. Heilung bedeutet dabei weder Verdrängung noch Selbstoptimierung, sondern eine langsame Wiederherstellung der inneren Ordnung des Menschen. Dieses Buch ist eine ruhige, nüchterne und zugleich erstaunlich lebensnahe Einführung in diese Sichtweise.













